Steckbrett - optisch unübersichlich und Schaltplanfern ?

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Moderator: dussel07

Steckbrett - optisch unübersichlich und Schaltplanfern ?

Beitragvon Heiko » 17.11.2010, 22:23

Hallo,
ich muß mal was fragen: Ich empfinde die ganzen Schaltungen auf so einem Steckbrett von der Optik her sehr unübersichtlich und finde mich da gar nicht raus. Sicher, das schaut ja alles ganz ordentlich aus, aber das ist alles so verzwickt und unübersichtlich. :cry: :?:
Ich befestige an den Baulelementen Bananenstecker und habe mir Leitungen mit Bananensteckern gemacht - diese stecke ich zusammen und das funktioniert einwandfrei. Wegen der Schaltplannähe ist die Sache erheblich übersichtlicher. Problematischer ist es nur bei ICs, die muß ich erst in eine kleine Leiterplatte einlöten und an den Rändern ebenfalls mit Bananensteckern versehen um sie anschließen zu können.

Nun verwenden die meisten anderen ja diese Steckbretter und empfinden diese anscheinend nicht als umständlich.
Was mache ich da falsch ? Habe ich da irgendwo einen Denkfehler ? Ich bitte um Hilfe.
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Re: Steckbrett - optisch unübersichlich und Schaltplanfern ?

Beitragvon Chef » 17.11.2010, 22:32

Das war einer der Gründe, warum ich das EES-System entwickelt habe (www.DieProjektseite.de). Auf Steckboard kann man eben nicht sofort erkennen, wo was hingeht oder herkommt.

Chef :D
Wenn es die Elektronik nicht gäbe, müsste man sie erfinden.
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Re: Steckbrett - optisch unübersichlich und Schaltplanfern ?

Beitragvon finn » 18.11.2010, 06:10

naja, bei steckbrettern muss man halt n paar mal um die ecke denken...
fehlersuche geht anders bestimmt schöner^^
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Re: Steckbrett - optisch unübersichlich und Schaltplanfern ?

Beitragvon andre07 » 18.11.2010, 07:40

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Re: Steckbrett - optisch unübersichlich und Schaltplanfern ?

Beitragvon Heiko » 18.11.2010, 22:19

Zitat: "unübersichtlich ist es nicht wenn du den entsprechenden schaltplan im kopf hast (also auswendig kannst).
wenn du von einer zeichnung ablesen must (also ständig raufschauen) dann ist das blöd."

Also sind diese Steckbretter nicht sinnvoll wenn:

- man totaler Anfänger ist,
- die Schaltung eben nicht im Kopf hat,
- eine neue Schaltung ausprobieren will.

Hm, das ist blöd. Aber teilweise freuen mich diese Antworten weil sie meine Denkweise bestätigen. Ich dachte schon das ich nur nicht so schlau bin wie die anderen ... 8)
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Re: Steckbrett - optisch unübersichlich und Schaltplanfern ?

Beitragvon dussel07 » 18.11.2010, 22:24

Die Dinger habe schon ihre Berechtigung!
Mach es so wie Andre geschrieben hat und arbeite mit flexiblen Steckbrücken - schon wird Alles übersichtlicher!
Als blutiger Anfänger ist allerdings sicher der ESS Baukasten oder Ähnliches besser!

Zu Deiner Aussage:
"nicht sinnvoll zum testen neuer Schaltungen"
Grade zum testen von neuen Schaltungen ist ein Steckbrett unerlässlich!!
Ja, - ich bin Zwilling
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Re: Steckbrett - optisch unübersichlich und Schaltplanfern ?

Beitragvon Heiko » 18.11.2010, 22:37

Ich habe mir jetzt gerade das EES-Baukasten System angesehen. Das ist eine gute Sache. So etwas ähnliches habe ich schon mal in Netz gesehen, ich glaube das gab es auch schon mal für die Berufsausbildung in Elektroberufen. Aber die einzelnen Module waren zum Kauf für den Privatmann viel zu teuer.

Ich baue meine Schaltungen aus einer Kombination von dem Busch Elektronikbaukastensystem, dem Polytronik Baukastensystem (aus der DDR) und aus losen Bauelemente auf. Als Grundlage dient oft eine Grundplatte aus den Baukästen, als Verbinder nehme ich normalen flexiblen Draht der beidseitig mit Bananenstecker ausgestattet ist.

Ich kann ja bei Gelegenheit mal einige Fotos davon reinstellen.

Heute habe ich mir einige IC-Fassungen gebaut. Bei Conrad gibt es fertige IC-Platinen auf denen 2 IC passen, die habe ich in 2 Stücke gesägt und an die Pins Lötstifte gesteckt und festgelötet. Darauf kamen dann die Bananenstecker.
Jetzt kann ich jeden beliebeigen IC mit bis zu 16 Beinchen da reinstecken und mit anderen Bauelementen sofort verbinden, das geht sehr schnell, schaut optisch gut aus und die Kontaktsicherheit ist auch gewährleistet. Auch ist der Aufwand recht klein, mehr als ca. 20 Minuten braucht man für die Herstellung so eines universellen IC-Modules nicht.
Mir gefällt auch das es optisch ansprechend ausschaut, denn wenn der Versuchsaufbau zu wüst ausschaut, dann hat man Hemmung das mal anderen zu zeigen. Eben weil es so wie Kraut und Rüben ausschaut.
Mit diesem IC-Modul ist dieses Problem gelöst. :wink:
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Re: Steckbrett - optisch unübersichlich und Schaltplanfern ?

Beitragvon Tim Sasdrich » 19.11.2010, 00:23

Also ich habe schon als Kind mit den Steckboards angefangen und finde sie sehr praktisch. Als Anfänger mit IC´s habe ich mir die Pinbelegung im Datenblatt angeschaut und mit Holzstiften auf das IC geschrieben/gemalt. z.B. (4017) Plus = Rot, Minus = Blau, Eingänge = grüne Beschriftung (z.B: T für Takt, R für Reset) und Ausgänge = gelbe Beschriftung (z.B. 0-9). Wenn man nicht so klein schreiben kann, kann man sich auch am PC einen kleinen Aufkleber machen, dann sollte man aber nicht vergessen, den Namen des IC´s mit drauf zu schreiben. Evtl. kann man dann auch die Hintergrundfarbe passend wählen, um z.B. CMOS, TLL, digitale, analoge und IIC IC´s sowie Mikrocontroller schneller von einander unterscheiden zu können.
Ganz am Anfang hatte ich mir auch die LED-Pins mit Edding Rot und Schwarz angemalt, um sie nicht ausstecken zu müssen, um zu schauen (Beinchenlängenvergleich) ob sie richtig herum sitzt.
Flexible, evtl. sogar farbige Drahtbrücken kann ich auch nur empfehlen, das macht die Sache auch schneller und übersichtlicher. Mir gefällt das Steckboard, da man dort defekte Bauteile direkt austauschen kann und nicht den Lötkolben anwerfen muss, wie bei manchen Systemen. Zudem kann man dort einfach eine Rolle mit blankem Draht verwenden, was bei den meisten Experimentiersystemen nicht geht, da man spezielle Leitungen benötigt. bei Taktfrequenzen kann das Steckboard aber schon stören, da es einen mini-Kondensator bildet, wodurch bei RTC´s z.B. die Zeit nicht unbedingt richtig genau läuft. Aber dafür habe ich mitlerweile den RTC´s einfach den Quarz direkt angelötet. Zudem hat eine auch noch die Batterie (damit ich sie nicht ständig stellen muss) mit drauf.
"Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser." - Sokrates (470 - 399 v. Chr.), griechischer Philosoph
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Re: Steckbrett - optisch unübersichlich und Schaltplanfern ?

Beitragvon andre07 » 19.11.2010, 05:38

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Re: Steckbrett - optisch unübersichlich und Schaltplanfern ?

Beitragvon Heiko » 20.11.2010, 09:23

Danke für die ausführliche Antwort.
Ich vermute auch, das es nur am Anfang eine Gewöhnungssache ist. Hat man sich daran erst mal gewöhnt, dann will man die ursprünglich ungeliebte Sache nicht mehr hergeben.
Bei größeren Schaltungen verwendete ich immer Bauteile aus den Baukästen UND von Bauelementen die ich so im Laden gekauft hatte. Da hast Du natürlich Recht, wenn ich alle Widerstände und Transistoren bei Busch kaufen würde - da wird man ja arm. Das könnte man machen wenn man mal gelegentlich eine neue Schaltung ausprobiert - aber so wie ich das jetzt mache würde ich mich an Bauelementen bei Busch armkaufen.

Wie schon gesagt, ich werde mal einige Schaltungen Fotografieren und hier reinstellen. Da kann sich jeder dann ja sein Bild machen.
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Re: Steckbrett - optisch unübersichlich und Schaltplanfern ?

Beitragvon Der Unbekannte » 24.11.2010, 17:02

Also ich nutze Steckboards schon seit Jahren und hatte nie Probleme damit.
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Re: Steckbrett - optisch unübersichlich und Schaltplanfern ?

Beitragvon Woody » 26.11.2010, 01:30

Hi Heiko,
Heiko hat geschrieben:Danke für die ausführliche Antwort.
...Bei größeren Schaltungen verwendete ich immer Bauteile aus den Baukästen UND von Bauelementen die ich so im Laden gekauft hatte. Da hast Du natürlich Recht, wenn ich alle Widerstände und Transistoren bei Busch kaufen würde - da wird man ja arm. Das könnte man machen wenn man mal gelegentlich eine neue Schaltung ausprobiert - aber so wie ich das jetzt mache würde ich mich an Bauelementen bei Busch armkaufen.
Wie schon gesagt, ich werde mal einige Schaltungen Fotografieren und hier reinstellen. Da kann sich jeder dann ja sein Bild machen.

kannst´ Dich z.B. noch ärmer machen, als bei "Busch", wenn Du z.B. bei "Kosmos" bestellst. Wäre sowas von Blödfug zum ^2.
Wenn man sich überlegt, dass ein R bei Busch, ich glaube -,20 € kostet (naja, sind die Stöpselkosten mit drin), Du aber
für weniger als ein 10tel zum Elelektronikhändler Deines Vertrauens gehen kannst... Du könntest z.B. auch einen
Bauteilsatz bei "Chef" beziehen! Ich war z.B. mal auch etwas defizitär, was T´s betraf. Hab´ dann für 2.90 € die "Kreuzungsampel" gekauft,
nicht weil ich sie zusammenbauen wollte, sondern nur 10 T´s brauchte (12 sind drin :) ,war auch zu faul, zum Händler zu gehen)!
Hätte bei meinem E-Händler des Vertrauens summa summarum das 3fache ausgegeben :? i
...und flupp, hatte ich nicht nur die nötigen T´s, sondern auch noch ein Haufen R´s, und sonstiges Gedöns für die Halde zusammen.
...wobei bei mir die Halde sicher nicht hoch werden wird, ist auch keine Fernsehbildröhre dabei (für "Insider" :D) , ...hab´nachgeschaut :D !

Ach so, ich wollte mich ja noch zu den "Brotbrettern" äussern (ist sowieso gerade in der Diskussion :wink: : ) ist nur
meine persönliche Meinung:
für Test- und Experimentierzwecke sind die prima :!: Für meinen Geschmack sind die aber für
dauerhafte und grössere Schaltungen nix! Wenn ich mir so einige Schaltungen anschaue, dann wird mir schwindelig bei
dem Gedanken ein paar hundert Drahtbrücken zu verknoten! Wenn ich mit einem 10tel des Aufwandes das ganze auf
auf LR-Platine realisieren kann, zumal die Brotbretter deutlich teurer sind, als z.B. eine Rasterplatine, Eingelötetes Zeugs kann
auch nicht mehr so leicht rausflutschen (zugegeben: oft nicht wieder verwendbar :? )! Aber wie gesagt, das ist nur meine Meinung!
andre07 hat geschrieben:- alterhase hat mal gesagt (glaube er war es) das er bestimmte minischaltungen (bausteine) sich so auf platine gelötet hat die er öfter braucht und dann diese nur noch mit anklemmen muß (spart auch stechbrettplatz)

Jepp! Wäre auch meine Empfehlung! Und wäre auch ein Kompromiss! Insbesondere wenn man z.B., wie ich, Chef´s Lehrgang -> "Prozessortechnik" verfolgt!
Mal reinschauen :!: Die Eingabe- und Ausgabeeinheit(en) kann man z.B. prima als Module zusammenbraten usw., aber das führt hier jetzt zu weit...

Ansonsten: Das "EES-System" vom Chef ist klasse! Eine (preisgünstige :!: ) Alternative zu den gemeinhin bekannten E-Baukästen! Muss man allerdings
handwerkliche und techniche Voraussetzungen mitbringen! Und die haben viele nicht, ich meine nicht
von der Fähigkeit her, sondern, wie bei mir z.B., von der räumlichen und technischen Austattung her :?



Gruss Rüdiger :D
Warum wohl werden Teleskope auf der Suche nach "intelligentem Leben" von der Erde weg ausgerichtet ;) ??
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Re: Steckbrett - optisch unübersichlich und Schaltplanfern ?

Beitragvon Heiko » 18.02.2011, 12:19

Ich muß jetzt mal wieder selber was schreiben.
In der Zwischenzeit habe ich mich an das Steckbrett so gewöhnt, das ich es auch nicht mehr wiederhergeben möchte.
Sicher, bei ganz einfachen Schaltungen ist der Busch-Baukasten nach wie vor geeigneter.
Aber sobald die Sache komplexer wird und vor allem ICs und Digitalanzeigen eine Rollen spielen, ist das Steckbrett sehr viel praktischer.
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Re: Steckbrett - optisch unübersichlich und Schaltplanfern ?

Beitragvon hws » 19.02.2011, 01:30

Heiko hat geschrieben:In der Zwischenzeit habe ich mich an das Steckbrett so gewöhnt, das ich es auch nicht mehr wiederhergeben möchte.
Steckbrett zum ausprobieren von Schaltungen ist ok.(mache ich auch) Aber die Umsetzung von Schaltplan in Steckbrettaufbau möge man doch bitte selbst für sich privat vornehmen (wenn man nicht gleich nen Simulationsprogramm statt Steckbrett verwendet)

Ich bin ja gern bereit, an Hand eines Schaltplanes eine Schaltung zu beurteilen, irgendwas zu berechnen, korrigieren oder eine Simulation durchzuführen. Aber wenn ich nur ne Steckbrettzeichnung habe ... daraus erst selbst einen Schaltplan zu machen, das tu ich mir nicht an. Da mögen andere helfen.
Oder der TE poste den Schaltplan, nach dem er seinen Steckbrettaufbau verbrochen hat. Fehler in der Umsetzung Schaltplan->Steckbrett->Schaltplan verantworte der TE bitte selbst.
Außer aller-einfachst-Anfängern kenne ich keine Stelle, wo Steckbrett-Aufbauten anstatt Schaltplan diskutiert / ausgetauscht wird.

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