Git. Tube Preamp in 12V

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Moderator: dussel07

Git. Tube Preamp in 12V

Beitragvon FET16278 » 23.01.2012, 13:27

ich mach mal ein eigenes Thema auf, auch wenn bis jetzt nur die Eingangsstufe exzistiert.
eine Röhren in Niederspannung Ecke gibts es ja :?: noch :?: nicht :wink:

es geht hier um ein Gitarrenvorverstärker in 12V und mit Röhren.
als unmittelbare Eingangsröhre verwende ich die Pentode EF80, da Pentoden steiler in ihrer V-kennkurve sind.
Grund dafür ist das ich die Resonance (die deutlich bei bestimmten Spielarten/Musik ist und der Git.tonabnehmer an sich) ganz leicht verzerren will (leises spielen unveränderte welle, sehr sehr lautes spielen leicht gedrückte welle) und wie ich gelesen hab (und auch in augenschein) das Pentoden im Niederspannungsbereich einen höheren brauchbaren Verstärkungsfaktor bringen ?
danach folgend kommt ein klassisches passives Klangregelwerk (B+M+H).
als Lineouttreiber wird dann eine Triode eingesetzt (kann man die systeme parallel nehmen und so mehr Anodenstrom rausholen). die setzt dann auch die Phase zum Eingang wieder gleich.

so hab ich es im kopf

und das hier grad auf meinem Röhrenboard / @alterhase 8)

100_2689.jpg
100_2689.jpg (6.4 KiB) 7612-mal betrachtet


V1=EF80,C1=150-600nF,C2=330nF,RG=2,2K,RK=1K,C3=4,7µF,RA=33K

V = invertiert, ca. 8 fach (so mit den Werten grade aufm Board)

schaut mal die Dämpfung der Welle

bei ca. 450 mV NF-eingang

100_2690.jpg
100_2690.jpg (7.59 KiB) 7612-mal betrachtet


bei ca. 650mV

100_2691.jpg
100_2691.jpg (7.9 KiB) 7612-mal betrachtet



der durchschnittliche Output einer Gitarre (entweder E-git. oder akkustik mit extra abnehmer am korpus oder stegabnehmer) liegt bei um die 100mV.
dabei ist die Resonance (also die spielbare outputerhöhung + verschiedenes frequenzabhängiges verhalten verschiedene Tonabnehmer) viel höher. das 10 fache bei sehr starkem Anschlag ist kein problem :wink:

------

wer interesse und vorschläge etc. hat der klinkt sich ein 8)
:D Ich bin lieber jeden Tag glücklich als im Recht :D
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Re: Git. Tube Preamp in 12V

Beitragvon Sebastian » 23.01.2012, 19:38

schönes Projekt :wink:

hat das eigentlich einen tieferen Sinn, wenn das Bremsgitter negativer ist, als die Kathode? Damit wird doch die Röhre in ihrer Funktion beschränkt bzw. kann nicht optimal arbeiten :?:
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Re: Git. Tube Preamp in 12V

Beitragvon alterhase » 23.01.2012, 19:42

Bremsgitter past schon. Edit: Das ist so weitmaschig dass es den Anodenstrom nicht beeinflusst. Es soll nur Sekundärelektonen zurückweisen und die gibts vermutlich bei den kleinen Betriebsspannungen eh nicht. ... Aber du könntest trotzdem recht haben, bei diesen geringen Spannungen kann manches anders sein. funktioniert ja quasi in Zeitlupe.
Schirmgitter hat er vergessen. Durchgriff gibts ja trotzdem. :wink:

...schaut mal die Dämpfung der Welle...
K2, 4 bis 8 lacht :wink:
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Re: Git. Tube Preamp in 12V

Beitragvon Sebastian » 23.01.2012, 20:24

alterhase hat geschrieben:Schirmgitter hat er vergessen. Durchgriff gibts ja trotzdem. :wink:

Stimmt. Am besten man Schaltet das Schirmgitter gleich mit zur Anode. Die Triodenschaltung ermöglicht eventuell eine höhere Leistung bei den kleinen Spannungen. Das elektrische Feld der Anode dürfte ja nicht so groß sein um es abschirmen zu müssen :lol:
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Re: Git. Tube Preamp in 12V

Beitragvon alterhase » 23.01.2012, 20:31

Sebastian hat geschrieben: Das elektrische Feld der Anode dürfte ja nicht so groß sein um es abschirmen zu müssen :lol:
Es geht nicht ums Feld. Es geht um die Feld-/Spannungs-änderungen an der Anode und um die kapazitive Rückwirkung aufs Gitter ( Google: Durchgriff ) der ist auch bei Mickeymousespannungen da :wink:
Drum Schirmgitter auf Fixspannung und mit C gegen GND, damit der kapazitive Spannungsteiler durchbrochen wird.
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Re: Git. Tube Preamp in 12V

Beitragvon Sebastian » 23.01.2012, 20:56

alterhase hat geschrieben:Es geht um die Feld-/Spannungs-änderungen an der Anode und um die kapazitive Rückwirkung aufs Gitter


Naja, die Spannungsänderung ist ja um ein westliches höher, wenn die Röhre an 200V betrieben wird. Von daher dürfte die Belastung des Gitters auch um ein vielfaches höher sein als bei den 12 V.
Und bei einem 2,2k Gitterableitungswiderstand hat diese Rückkopplung erst recht keinen nennenswerten Einfluss auf die Röhre.
Normal sind da ja 400kOhm - einige MOhm. :roll:

In meinem Röhrenverstärker werkelt die Pentode ganz zufrieden auch in Triodenschaltung (abgesehen vom Bremsgitter) :lol:
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Re: Git. Tube Preamp in 12V

Beitragvon alterhase » 23.01.2012, 21:02

Recht hast, der Gitterwiderstand ist ein Hohn :wink:
Da steckt eine andere Überlegung dahinter.
Hab nur die Erklärung, dass er mit dem Eingangs C einen Hochpass bilden soll. 170 bis 350 Hz fg :wink:
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Re: Git. Tube Preamp in 12V

Beitragvon FET16278 » 23.01.2012, 21:04

S ist an Masse.
G1 (Gatter) + G2 (Schirm) sind parallel :wink:
und G3 (Bremsgitter) ist auch mit dranne, der kommt eigtl. auf Null/-. macht aber hier kein Unterschied.
RG kann bis 10k gehen, ab da fällt V stark. bei 1K = 1:10 bei 2,2k = 1:8 bei 4,7 = knapp über 4
RK von 220 bis 1,5K (unterschied sieht man kaum aber hörbar ;-) ab 1,5 wird's dreckig)
C3 beinflusst die Dämpfung leicht (größerer C kommt Sie schneller, ergo ...).
Aber letzten Endes änderst an der einen Stelle was, ist die andere wieder usw. usw. - aber macht ein Spaß :mrgreen:

mal schauen morgen mal ne ECF83 oder ähnlich als invertierte Stufe und Treiber (sind ja 2 Trioden und eine kleine Pentode verbaut, würde Phase drehen + noch 1:4 drauf geben und dann Pseudostereo <die beiden trioden> als LIneout (bis 2 V = bisl sätter) raus.

schaun wa mal
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Re: Git. Tube Preamp in 12V

Beitragvon Sebastian » 23.01.2012, 21:13

FET16278 hat geschrieben:G1 (Gatter) + G2 (Schirm) sind parallel

Das Verstehe ich jetzt nicht. Wie soll denn das noch funktionieren. Damit liegt das Schirmgitter ja auch auf dem selben negativen Potential mit dem Steuergitter (und G3 auch noch mit dabei)???
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Re: Git. Tube Preamp in 12V

Beitragvon alterhase » 23.01.2012, 21:16

... Aber letzten Endes änderst an der einen Stelle was, ist die andere wieder usw. usw. - aber macht ein Spaß ...
Klar ist wie Quallenfischen oder Blubberblasen :mrgreen:
Merkt man noch was von der Überdosis Spongebob gestertags?

Nee im Ernst: Du bist auf technischen Neuland. Da gibts ziemlich wenig gesicherte Erkenntnisse. Da ist fast alles Spekulation. Lass dich nicht beirren, - mach weiter :wink:

@Sebastian:
Da ist halt ein Steuerkuddelmuddel zwischen K und A ... no Prob for Tubes :wink:

:!: Vielleicht holt man mit Anwendung der Theorie das Doppelte raus, vielleicht aber auch garnix weil man manches erst garnicht nicht versucht. 8)
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Re: Git. Tube Preamp in 12V

Beitragvon FET16278 » 23.01.2012, 21:18

@alterhase

genau, HP is ja nötig weil Git., haut nicht hin wenn man den Eingang zu groß C macht.

-------------------

das es mit dem RG so klein funzt liegt an dem zusammenfassen der ganzen Gitter, so denk ich mir ?
hat mich auch erstaunt beim rumprobieren und ich bin dabei auf den Dämpfungseffekt gestoßen :mrgreen:

also ausnutzen

ich kann doch jetzt danach vernünftig hochverstärken und den Ausgang auch belastbar machen.

@sebastian:
ich hab Sie zum kleinen Dreibein gemacht :lol:
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Re: Git. Tube Preamp in 12V

Beitragvon Sebastian » 23.01.2012, 21:22

OK, sehens wir mal als dreifach Steuergitter an.
ich hab auch mal ein wenig herum experimentiert, inwiefern man mit dem Schirmgitter den Anodenstrom regeln kann. Allerdings habe ich das immer mit recht hohen, positiven Spannungen gemacht. :roll:
Wenn das trotzdem so gut funktioniert, wäre es einmal Interessant zu wissen, ob solche Anordnungen auch für höhere Spannungen (Anoden-) tauglich sind.
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Re: Git. Tube Preamp in 12V

Beitragvon FET16278 » 23.01.2012, 21:28

Sebastian hat geschrieben:OK, sehens wir mal als dreifach Steuergitter an.
ich hab auch mal ein wenig herum experimentiert...


genau,
werd ich wohl viel in nächster :D

so wie Sie ist kannst die auch noch nicht an Line anklemmen (die ja fast keine/viel zu wenig) Power.
dazu muß man im Moment noch ein PNP hinten dranne bemühen, erst dann fießt auch wirklich was über A :mrgreen:
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Re: Git. Tube Preamp in 12V

Beitragvon alterhase » 23.01.2012, 21:32

FET16278 hat geschrieben:@alterhase
genau, HP is ja nötig weil Git., haut nicht hin wenn man den Eingang zu groß C macht. ...

Also versuche ich zu übersetzen:
Der Gitarrenabnehmer besteht im Wesentlichen aus einer Induktivität. Die Leitung zum Verstärker bildet eine Kapazität. Daraus resultiert ein Schwingkreis, der gewisse Frequenzen unzulässig bevorzugen würde. Dieses kann man durch einen wirksamen Dämpfungswiderstand, - den Eingangswiderstand des Verstärkers entgegenwirken.

Der Physiker würde sagen, da sind undefinierte Verhältnisse, da sollen sich die Musiker austoben. Damit halten wir sie uns in den Bereichen wo es drauf ankommt vom Leibe. :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Git. Tube Preamp in 12V

Beitragvon Sebastian » 23.01.2012, 21:56

FET16278 hat geschrieben:das es mit dem RG so klein funzt liegt an dem zusammenfassen der ganzen Gitter, so denk ich mir ?


Also die Röhren sind ja im Grunde Spannungsgesteuert. Damit ist es der Röhre egal, mit welchem Widerstand sie gegen Minus gezogen wird. Nur bei extrem hohen Widerständen kann es Beeinflussungen geben, da sich das Gitter ja auch "von selbst" auf eine negative Spannung auflädt. Jedoch können aus den anderen Gitter keine so große Ströme fließen, damit sich die Gitter aufladen. Deshalb sollte die Schaltung auch mit wesentlich höheren Rv funktionieren :wink:

Bei solchen niedrigen Widerständen muss nur eben die Signalquelle entsprechend "Stromfest" sein. Da die Tonabnehmer auf der Gitarre auf Induktion basieren, ist dieser "hohe" Strom durchaus gegeben.
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