Projektidee: Signalverfolger

Welche Schaltungen/Basteleien wünscht ihr euch?

Moderator: Tim Sasdrich

Re: Projektidee: Signalverfolger

Beitragvon alterhase » 27.03.2013, 20:51

topas hat geschrieben:Für all das brauchte ich früher nur einen Kopfhörer mit > 2000Ohm.
Lassen wir es also.

Exakt!
1mV konnte ich grad noch hören wenn es still im Raum war und bei 220 hat der KH auf der Tischplatte zu Tanzen begonnen. Zwischenwerte wurden einfach geschätzt :mrgreen:

:!: Möglicherweise reicht einer der 12V Minitrafos und ein 32R Kopfhörer.
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Re: Projektidee: Signalverfolger

Beitragvon topas » 27.03.2013, 20:57

Ich konnte ebenfalls die Polarität von Gleichspannung am Knacken unterscheiden. Die ungefähre Höhe der Spannung an der Lautstärke des Knackens (gelegentlich an der Zeitdauer des Widerkehrens des Gehörs :D )
Also lassen wir es?
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Re: Projektidee: Signalverfolger

Beitragvon alterhase » 27.03.2013, 21:04

topas hat geschrieben:... Also lassen wir es?

Das musst du entscheiden.

Die Kombination Minitrafo von Dussel und Kopfhörer 32R würd mich interessieren, wieweit brauchbar zur Signalverfolgung. Man müsste da ja auf eine Impedanz von 10k kommen. Ü = ca 20 ... Üz = ܲ = 400 * 32R = 12k

So ein Universalgerät für den Arbeitsplatz kann ja auch etwas voluminöser ausfallen. Da könnte man die 1000 Ideen reinpacken.
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Re: Projektidee: Signalverfolger

Beitragvon topas » 27.03.2013, 21:13

Das musst du entscheiden.

Du hast selbst den Signalverfolger als ein wichtiges Hilfsmittel gepriesen. Ich würde da nicht widersprechen. Du und ich bräuchten ihn vielleicht nicht. 1mV hören liegt nicht jedem.
Für mich ist der Signalverfolger auch eher ein Signaldetektor, vielleicht sogar ein Signalentdecker. Schaltungen auf Signale vorzuprüfen, bevor man das "grosse Besteck" rausholt. Wenn man genügend Erfahrung gesammelt hat, benötigt manch einer gar kein Oszilloskop - vieles kann man hören. Das Gehör ist für NF-Signale ein besserer Analysator als jede Fourieranalyse.
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Re: Projektidee: Signalverfolger

Beitragvon alterhase » 27.03.2013, 21:18

Das stimmt unbedingt.
Nur fürchte ich, "unsere Youngsters" können die Vorteile der Unmittelbarkeit die so ein Ding bietet garnicht richtig schätzen. :cry:

Das soll keine negative Kritik sein, nur durch die weite Verbreitung von "Digitalglumpert" ist das halt nimmer so wichtig.
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Re: Projektidee: Signalverfolger

Beitragvon topas » 27.03.2013, 21:42

Du hast immer diese abgeklärte, nüchterne Sicht auf die Elektronik. Natürlich auch auf dieses Forum - das eigentlich aus 3000 trägen, nur konsumierenden Mitgliedern und ca 20 Aktiven besteht.
Ich habe aber immer noch einen eher "bauchbezogenen" Zugang zur Elektronik, was die diversen Diskussionen zur Folge hatte. Ich "weiss" eben, was Strom so macht :D . Manchmal besser als eine Simulation. (Manchmal vielleicht auch nicht :D ) Für mich ist Elektronik immer noch ein Abenteuer, nicht mehr so unbekannt wie damals, aber mit immer noch so viel Neuland. Für diejenigen, die Entdecken wollen aber kein Geld für ein Oszilloskop, Digitalen Signalgenerator HF-Scanner oder so schöne Sachen haben - meldet Euch, man kann auch für kleines Geld nützliches zusammenbauen. Ich habe mittlerweile alle Geräte, die sich ein Gehaltsempfänger leisten kann, sie stehen aber meistens ungenutzt rum - früher hab ich viel einfachere Geräte genutzt. Oft sagt eine LED an der richtigen Stelle angeschlossen, mehr als eine Oszillosgraphie. Wem sag ich das?
(Trotzdem ist das Oszilloskop die nützlichste Anschaffung für den Elektroniker - (war das erste, was ich mir vom ersten Lehrlingslohn geleistet hab - das kleinste Hameg))

Jetzt will ich aber Echo aus dem Forum. Interesse oder nicht?
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Re: Projektidee: Signalverfolger

Beitragvon alterhase » 27.03.2013, 22:10

... Jetzt will ich aber Echo aus dem Forum. Interesse oder nicht? ...

Vielleicht sollte man die Frage "heimtückischer" stellen?


:?: Auf welches Hilfsmittel am Arbeitsplatz könnt ihr nicht verzichten. :?:
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Re: Projektidee: Signalverfolger

Beitragvon topas » 27.03.2013, 22:32

Dann würde ich glatt mal sagen: der Fortgang dieses Projekts wird abhängig gemacht vom Engagement des Forums. Keine Meldung - Thema zu Ende.
Lasst mich nicht hängen.
Es müssen schon gute Meldungen kommen - alterhase sei Dank. :D
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Re: Projektidee: Signalverfolger

Beitragvon Sebastian » 27.03.2013, 23:19

alterhase hat geschrieben::?: Auf welches Hilfsmittel am Arbeitsplatz könnt ihr nicht verzichten. :?:


Oszi,
DMM,
Labornetzteil
und Steckboard. :D

Zum Signalgenerator:

Wenn ich einen Oszillator brauche, baue ich mir immer so eine Inverterschaltung vom Chef nach. Mittlerweile mache ich das mit Invertern die eine Hysterese haben aber das Prinzip ist ja das gleiche. Für Audioanwendungen bzw. für Sinussignale habe ich immer MP3-Player oder/und Laptop genommen. Leider habe ich deswegen auch 2 MP3 Player auf dem Gewissen weil die mit meinen Verstärkerschaltungen unzufrieden waren. (einmal ein schwingender TDA und eine Röhrenvorstufe) :evil:
Ich wüsste aber nicht so richtig wo der Signalverfolger gut wäre. Um zu schauen ob irgendwo ein Signal anliegt nehme ich einfach eine LED. In einer Schaltung gibt es meist auch mehrere Stellen die gleichzeitig untersucht werden müssen. Da bräuchte man in so einem Signalverfolger mindestens zwei Eingänge...

Das einzige was ich jetzt daran gut fände, ist der mobile Oszillator. Ich habe noch vor meinen Frequenzgenerator mobil zu betreiben und ich müsste die Benutzerfreundlichkeit noch etwas verbessern.
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Re: Projektidee: Signalverfolger

Beitragvon topas » 27.03.2013, 23:40

Sebastian: in welche Gruppe Forumsmitglieder ich Dich einordnen würde, muss ich nicht argumentieren. Danke für Deine Meinung. Mehr davon:
Mag sich jemand auf meine Seite argumentieren? Keine Entdecker unter Euch?
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Re: Projektidee: Signalverfolger

Beitragvon Tim Sasdrich » 28.03.2013, 00:58

alterhase hat geschrieben: Auf welches Hilfsmittel am Arbeitsplatz könnt ihr nicht verzichten. :?:
Da gibt es einiges (PC, Kleinteilmagazine, Spiegel usw.), aber ich bleibe mal bei Schaltungen.

Dazu zählt auf jeden Fall Chefs bipolarer Bauteiltester. Mit einem Schallwandler in Reihe zum Testobjekt auch als Durchgangstester einsetzbar. Braucht aber immer strom, hängt daher am Netzteil und ist nicht mobil, habe mittlerweile aber auch eine µC-Lösung für Unterwegs (bei der ist Einstellbar, ob mit oder ohne LEDs, mit oder ohne Pieper, Wechselspannung, oder gepulste (für den Pieper) Gleichspannung oder Dauerspannung (für selbstfarbwechselnde LEDs)). Da 5V etwas wenig waren, wird mit Optokopplern gearbeitet, womit das Problem der unterschiedlichen Flussspannungen von Roten und Grünen LEDs auch gleich behoben ist.

Der Durchgangstester ist auch toll, denn er schickt nur einen geringen Strom durch die Bauteile und man hört den Widerstand an der Tonhöhe. Zudem braucht er im Ruhezustand nahezu keinen Strom (mein 1. Aufbau davon existiert schon seit ca. 5 Jahren und läuft immer noch mit dem 1. 9V-Block, der eigentlich nur bis 01/2012 haltbar ist) und hängt daher nicht am Netzteil und ist somit schön Transportabel. Kann aber auch Nachteile haben, da man ihn somit oft suchen muss (ist ja kein Kabel dran), aber da könnte eine Schnur Abhilfe schaffen.

Auch toll ist mein Xmega Xminilab.

Eine Taschenlampe kann man auch immer wieder mal brauchen, da habe ich den Ein-Tasten-Dimmer und mein Smartphone. Ersteres ist aber nicht sehr hell und Zweiteres hat manchmal einen leeren Akku und die Bedienung ist nicht ganz so einfach (immerhin nur Display einschalten und dann kurz schütteln dank Tiny Flashlight).

Ein Widersandsmessgerät mit E-Reihen-Ausgabe ist auch was tolles, fehlt bei mir aber noch (erkenne sie ja am Farbcode).

Ein Logiktester ist auch toll, fehlt mir auch noch.


Ich habe mal geplant, einen bipolaren Bauteiltester, einen Durchgangstester und eine Spannungsanzeige (mit Logikpegelanzeige) mit einem µC und nur einer Testfläche sowie 1 Paar Messstrippen zu bauen. Und wenn das ganze Batteriebetrieben werden kann, kommt noch eine Taschenlampe mit rein (mit min. 1W-LED, dimmbar).



Aber einen Signalverfolger habe ich bisher noch nicht vermisst. Ging mir aber mit dem Oszilloskop genauso, bis ich wusste, wie man es richtig einsetzt.
Was kann denn ein Signalverfolger und wofür setzt man den Typischerweise ein?
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Re: Projektidee: Signalverfolger

Beitragvon alterhase » 28.03.2013, 08:03

... Was kann denn ein Signalverfolger und wofür setzt man den Typischerweise ein? ...
Gute Frage. ... lässt sich aber nicht ganz so leicht beantworten ohne erst ein wenig auf Distanz zu gehen, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Der Mensch ist neugierig und möchte wissen was um ihn vorgeht. Er will gewappnet sein, wenn in China der berühmte Sack Reis umzufallen droht. ... Aussichtstürme Meldeläufer, Kuriere, Spione, Post, Telefon, Funk, TV, Internet ... Alles dreht sich darum Information von einem Punkt der Welt zum Andern zu bringen Und natürlich auch um den Informationsfluss sicher zu stellen. klickmich

Katastrophenszenario:
Der Sprecher im Nachrichtenstudio beginnt mit der Sendung und es schaut aus, als ob ein Fisch im Aquarium nach Luft schnappt.
Bild OK - Ton Ohjeh. :mrgreen:
Onkel Hugo, ... allein daheim... schaut nach, ob die Lautstärke abgedreht ist, ob vielleicht ein Kabel abgerissen ist oder Stereoanlage noch auf CD gestellt ... usw. Wenns nix nützt ruft er den Techniker Tim. -weil...

... weil Techniker sind da anders, die können das einfach. Die machen das mit System.
Es bieten sich 2 Möglichkeiten an den Fehler systematisch einzugrenzen. Signalverfolgung und Signalinjektion.

Signalverfolgung:
Trägersignal ist da (sonst gäbs kein Bild), der HF-Kanal steht also. Ist die richtige Tondecodierung gewählt? Wer hätte die umgestellt, gestern gings noch. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Rein ins Setup. ... passt eh. ... Kommt was aus dem Sat Receiver heraus?
... Schleppst du jetzt den Röhrenmonitor 25kg aus dem Keller heran und stöpselst ihn statt dem Flatscreen an? oder steckst du die Stereoanlage um und reisst mit dem zu kurzen Kabel die teure Ming Vase (made in Hongkong :wink: ) vom Regal? !Nein! du nimmst deinen Signalverfolger und steckst in anstelle des TV-Monitors an ... siehe der Sat kann sprechen. Raus kommt der Ton, aber gibt ihn der Monitor auch an das Audiocenter weiter? ... also am Monitor das Kabel zum Audiocenter abgesteckt und in die Buchse reingehört. ... auch da labert der Nachrichtensprecher noch ... also liegt es am Weg über Audiocenter zum Lautsprecher ... schaun wir mal ob was an den Lautsprecherklemmen herauskommt. ... also Röhrenmonitor wieder in den Keller tragen, dafür Lautsprecherbox herauftragen - ersatzweise anschalten ... stille nur ein leises rauschen im Walde. Das hätte der Signalverfolger auch gekonnt. :|

Zwischembericht:
Monitor schickt weg Lautsprecher bekommt nix ... der Wurm ist also irgendwo dazwischen. ... Kommt was beim Audiocenter an? ... Kabel vom Monitor abgesteckt und ins Kabel gehört. ... Jö, - er labert noch.
Erkenntnis: Audiocenter kaputt ... oder? ... moment! ... was ist das für eine Taste ... "MUTTI" oder so steht drauf ... nein "MUTE" ... Onkili das Knöpfchen da! ...

... Hiiildäää! hast du gestern Staub gewischt??? ... Ah so, nicht da ... na, der werd ich was erzählen!! :shock:
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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Re: Projektidee: Signalverfolger

Beitragvon alterhase » 28.03.2013, 08:19

... Hiiildäää! hast du gestern Staub gewischt??? ... Ach so -nicht da. ... na, der werd ich was erzählen!! ...
Vergiss es! So ein Signalverfolger schafft nur Unzufriedenheit :mrgreen: :wink:

Der Onkel Hugo steckt dir einen Fufziger zu, 5 für deine Leistung. 45 damit du nicht verrätst, dass er selbst nicht fähig war ... so ein kleines Knöpfchen -Tzs tz wer braucht denn sowas? ... und so eine Wirkung aber auch! :oops:

Du investierst diesen Fufziger in einen Signalinjektor, weil mit Signalinjektion wärst du (in dem Fall) bei der Fehlersuche schneller gewesen. 8) :lol: ... aber man fängt ja immer am falschen Ende an. :mrgreen:
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Re: Projektidee: Signalverfolger

Beitragvon Tim Sasdrich » 28.03.2013, 11:14

Klingt doch mal interessant. Ich hätte vermutlich erst einmal einen MP3-Player oder sonst eine Tonquelle an den Verstärker gehängt bzw. den Verstärker auf Radio gestellt. Aber du hast natürlich Recht, meist sucht man so einen kleinen Fehler ewig und baut dazu alles um.

Ist ein Signalverfolger dann also ein kleiner Verstärker, damit man das empfindliche Audiosignal ohne große Belastung hörbar machen kann?
Und ein Signalinjektor wird dann wohl ein Tongenerator sein.
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Re: Projektidee: Signalverfolger

Beitragvon topas » 28.03.2013, 11:18

Vielleicht hatten wir uns ja undeutlich ausgedrückt.
Aber genau das ist es.
Erweitere die Idee noch ein wenig auch auf andere Signale und Du erhälst meine Idee vom Signalverfolger. Prinzip: mach alles hörbar.
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