Betriebsanzeige an Hifi Verstärker

Wer seine kompletten Projekte vorstellen möchte, kann dies hier tun

Moderator: Sebi

Betriebsanzeige an Hifi Verstärker

Beitragvon Sebastian » 27.02.2013, 00:39

Hallo,
ich habe mal wieder etwas (un)-spektakuläres gebaut. :lol:
Ich habe mir ja einen defekten Verstärker ergattert, bei dem nur die Temperatursicherung durch war. Da man nach dem Austausch dieser Sicherungen den Trafo nicht wieder orginal herstellen kann, (Kupferband zerschnitten Isolierungen entfernt etc.) werde ich den Verstärker eh nicht mehr verkaufen können. Heute wurde daher der Verstärker noch etwas "gepimt". Erst wollte ich eine einfache Hintergrundbeleuchtung, doch da ich noch RGB-LED´s da hatte, wollte ich etwas Farbenspiel hinein bekommen, dass trotzdem nicht zu nervig wird. Bei der Schaltung gilt außerdem maximaler Minimalismus und so komm ich mit nur zwei Transistoren aus. 8)
Die Schaltung bekommt ein Signal (Klemme 2) vom Ausgangsrelais der Lautsprecher. Das Relais ist lowside geschaltet und so wird der Basisstrom von T1 Auf Masse gezogen, wenn das Relais anzieht. Beim Anschalten (in der Vorwärmphase) steuert T1 zunächst durch. Es leuchtet nur die Rote LED, da sie mit knapp 1,8V eine geringere Flußspannung als die blaue LED hat. Nach ca. 6 Sekunden Wird das Relais geschaltet und T1 sperrt. Folglich leuchtet nur die blaue LED. T2 ist dafür da, um die Beleuchtung auszuschalten, wenn der Verstärker ausgeschaltet wird. Aufgrund der Gespeicherten Ladung in den Siebelkos würde die Beleuchtung noch 5 min. nachbrennen. So wird die Spannung direkt aus dem Trafo überwacht und wenn die Abfällt, sperrt T2 nach 3 sek. und die Beleuchtung geht aus. Hier noch ein Video und der Schaltplan. :lol:

Denon Verstärker Beleuchtung.png
Denon Verstärker Beleuchtung.png (6.59 KiB) 9250-mal betrachtet




Eventuell macht mir ein Kumpel noch die Drehknöpfe aus Alu (das Plastik ist schon etwas abgegriffen), um die Habtik und die Optik des Gerätes noch etwas Aufzuwerten. Ansonsten finde ich, dass es ein ganz schöner Verstärker ist. :D
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Re: Betriebsanzeige an Hifi Verstärker

Beitragvon alterhase » 27.02.2013, 06:46

Sehr dezent und doch effektvoll. :wink:

Elegante Lösung dank soliden Knowhows. :)
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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Re: Betriebsanzeige an Hifi Verstärker

Beitragvon finn » 27.02.2013, 07:32

schick, schick :)
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Re: Betriebsanzeige an Hifi Verstärker

Beitragvon Sebastian » 27.02.2013, 09:18

danke. :D
alterhase hat geschrieben:Sehr dezent und doch effektvoll. :wink:

Ich hatte auch in Erwägung gezogen, die "optische" Temperaturanzeige zu verwenden um die Kühlertemperatur anzuzeigen. Doch das wäre wohl etwas viel Aufwand und zu viel Spielerei. :wink:

Ich habe für heute auch noch eine Idee. Mal schauen ob das was wird. Und zwar möchte ich, das der Lautstärkeregler beim Einschalten auf Null fährt und wenn die Lautsprecher zugeschaltet werden, soll er dann auf eine definierte (rel. leise) Lautstärke fahren. Da hätte ich nochmal eine Frage. Im Verstärker gibt es einen Motortreiber(LB1639), der den Motor vorwärts und rückwärts laufen lässt. Über 10k Ohm Widerstände kommt das Signal vom Mikrocontroller (für die Fernbedienung). Kann ich da einfach nach den 10k Widerständen eine eigene Spannung anlegen oder könnte das den Mikrocontroller zerstören.(wegen dem Rückstrom) Ich möchte nämlich keine Dioden einbauen, da ich da richtig in der Platine rumlöten müsste.
Hier mal einen Ausschnitt des Schaltplanes:
elektronische Zwischenablage.JPG

Von meiner Schaltung kommen dann natürlich Rücklaufdioden hin, damit der Mikrocontroller auch mal was melden kann. :lol:
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Re: Betriebsanzeige an Hifi Verstärker

Beitragvon FET16278 » 27.02.2013, 11:20

Sebastian hat geschrieben:...


erst mal sieht es schön aus - sehen hintergrund beleuchtete poti's ja immer - nice :wink:

die kleinen beiden strippen in der schaltung unten ist wohl dein zusatzanschluß.

wär ich der motorcontroller (lb1639) und mir würde von meiner 'von hause aus' besteuerung ein level gesagt (zBsp. stillstand) und ich bekomme eine abgeänderte information (brücke nicht in waage), würde ich ausgleich betreiben, so das ich meine aufgabe erfülle :wink:

deshalb wohl auftrennen müssen und durch 2 dioden es verhindern.

ich denke mal er prüft (laut datenblatt) - er muß ja schließlich wissen ob motorbrücke mittig ist (stillstand) oder nicht, sonst würde ja nach einmal lauter machen an der fernbediene der motor nicht mehr aufhören zu drehen.

wie weit die lautstärke auf ist weiß der lb1639 ja auch nicht - der ist ja im prinzip was das eigtl. volumen angeht dumm/blind :wink:

ein versuch auf'm steckboard mit einem anderen/ähnlichem motortreiber wäre gut.

---------

kann aber auch sein das ich alles komplett verpeilt habe und meilen weit daneben liege :mrgreen:
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Re: Betriebsanzeige an Hifi Verstärker

Beitragvon Sebastian » 27.02.2013, 11:35

FET16278 hat geschrieben:ich denke mal er prüft (laut datenblatt) - er muß ja schließlich wissen ob motorbrücke mittig ist (stillstand) oder nicht, sonst würde ja nach einmal lauter machen an der fernbediene der motor nicht mehr aufhören zu drehen.


also ich habe das Datenblatt vom LB1638 verlinkt der hat ein DIP-10 Gehäuse. Der Eigentliche Treiber ist aber ein LB1639. Der wird ja überhaupt nichts abfragen und meine Schaltung wäre, da sieh mit 1k an den Eingängen des Treibers hängt, die Masterschaltung. Dann erst kann der Mikrocontroller seinen "Senf" dazugeben. Den Motortreiber interessieren nur H an den Eingängen. Wenn beide Eingänge H sind, ist die Motorbremse aktiviert. D.h wenn meine Schaltung "hoch" und der Mikrocontroller"runter" sagt, ist die Motorbremse aktiviert.

Mir geht es ja nur darum ob ich den Mikrocontroller des Verstärkers zerstöre wenn ich auf seine Ausgänge eine Spannung anlege. Allerdings sind die Ausgänge mit 10k geschützt und ich würde vermuten, dass der Mikrocontroller Push-Pull Ausgänge hat. Da dürfte es ihm eigentlich egal sein, ob da noch 0,4mA fließen oder nicht...

Achso die Bezeichnung von dem Mikrocontroller ist TMP87CM1F :?:
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Re: Betriebsanzeige an Hifi Verstärker

Beitragvon FET16278 » 27.02.2013, 12:22

Sebastian hat geschrieben:....

also ich habe das Datenblatt vom LB1638 verlinkt der hat ein DIP-10 Gehäuse. Der Eigentliche Treiber ist aber ein LB1639. ....


8pin laut schaltplan und lb1638 ist aber ein 10pin und im pdf ist was von controller zu sehen, verbaut ist aber ein lb1639 wie du sagst (ich bin ehrlich gesagt jetzt ganz schön verwirrt :lol: ) - ich dacht du greifst direkt am motor ein, aber du willst ja an den beiden eingängen des motortreibers ran.

keine ahnung dann wie sich der eigtl. steuercontroller verhällt - da bin ich als analogo eigtl. raus :roll:

mess doch nach, bei H an den eingängen, wieviel anliegt - laut datenblatt des lb1638 braucht er ja nicht wirklich viel, evtl. reicht es ja schon wenn deine zusatzbesteuerung an den eingängen des treibers nur ein teil der spannung, die der controller drauf gibt, liefert. so minimiertst du einen evtl. rückstrom.

die frage ist doch ob der controller durch einen evtl. rückstrom (selbst wenn er ihn verträgt) durcheinander kommt und dadurch evtl. anfängt wärend du regelst selbst regeln zu wollen. das ist denn wie 2 die sich nicht sehen aber den selben eimer befüllen wollen, macht im endeffekt ne riesen sauerei/überschwemmung.

sorry - aber ich kann da nicht wirklich was dir nützliches zu beitragen :cry:
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Re: Betriebsanzeige an Hifi Verstärker

Beitragvon Sebastian » 27.02.2013, 15:50

So ich habe es einfach aus Unternehmungslust versucht und Verstärker funktioniert noch soweit. Allerdings habe ich gemerkt, dass diese Hoch- und Runterregelsache wohl doch nur Mist ist. :D
Aber ich werde eine Lautsprecherabschaltung bei Signalwechsel einführen ;)
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Re: Betriebsanzeige an Hifi Verstärker

Beitragvon Sebastian » 28.02.2013, 00:27

Gesagt getan, der Die Lautsprecher werden beim wechsel des Eingangsignales durch das interne Relais abgeschaltet und die Farbe des Lautstärkereglers ändert sich.

Erst habe ich im Verstärker ein passendes Signal ausgesucht. Da sind mir 2 Signale aufgefallen. Einmal gibt es eine Mute-Leitung die ein 5V Pegel liefert, mit dem die NF-Eingänge der Vorverstärker auf Masse gezogen werden. Leider tritt dieses Signal auch beim Wechsel des Radiosenders/der Radiofrequenz auf. Das ist auch nicht Sinn der Sache, beim Programmwechsel die Lautsprecher zu schützen. Dann habe ich noch einen Nadelimpuls am Analogschalter entdeckt. Dort laufen alle NF-Signale zusammen und werden den Vorverstärkern zugeführt. Zu dem IC sendet der Mikrocontroller ein Signal um die richtige Quelle auszuwählen. Das Signal (mit dem Oszi schwer zu schätzen) ist ein Nadelimpuls mit ca. 0,5 mS Schaltdauer. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich eine Schaltung hatte, die diesen kurzen Impuls sinnvoll für ein retriggerbares Monoflop verwenden kann. Der Ausgang der Schaltung ist der Kollektor eines NPN Transistors. Damit wird die Basis des Transistors nach Masse geschlossen, der für das Relais zuständig ist. So hier habt ihr ein Video zur Veranschaulichung. :D



Irgendwie sieht das rot im Video rosa aus. In Wirklichkeit ist es aber relativ dunkel und kräftig.
Und hier der Schaltplan:

Signalwechselschaltung.png
Signalwechselschaltung.png (10.88 KiB) 9180-mal betrachtet


Das ganze wurde also doch etwas umfangreicher als gedacht aber es funktioniert ja ganz gut. 8)
Im Verstärker fallen die paar Kabel mehr gar nicht auf:

IMG_1090.JPG
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Re: Betriebsanzeige an Hifi Verstärker

Beitragvon alterhase » 28.02.2013, 05:24

Super! 8)
Jetzt vehlt nur noch, dass auch der Muteimpuls vom Tunerteil sich optisch darstellt. :wink:
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Re: Betriebsanzeige an Hifi Verstärker

Beitragvon Sebastian » 28.02.2013, 12:49

alterhase hat geschrieben:Jetzt vehlt nur noch, dass auch der Muteimpuls vom Tunerteil sich optisch darstellt. :wink:


Ich denke jetzt ist es genug mit der Spielerei. Aber es wäre ja relativ einfach möglich ;)
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Re: Betriebsanzeige an Hifi Verstärker

Beitragvon Sebastian » 27.03.2013, 10:12

So zu dem Verstärker hat sich jetzt auch ein CD-Player gesellt und die Alu Knöpfe sind fertig. 8) Auf den Fotos sieht man den Effekt gar nicht so gut aber im Vergleich zu den vorherigen Platik Knöpfen sieht es schon wesentlich besser aus.
So sieht die Combo jetzt aus:
DSCN0715.JPG

und vorher:
Unbenannt.png
Unbenannt.png (140.75 KiB) 8856-mal betrachtet

Mit einer Programmierbaren Universalfernbedienung kann ich das ganze jetzt auch über einige Entfernung bedienen :D
Nur der CD-Player springt selbst bei originalen CD´s. Da muss ich wohl dem Laser an den Kragen... :roll:
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Re: Betriebsanzeige an Hifi Verstärker

Beitragvon alterhase » 27.03.2013, 10:32

Verstärker:
Oh, das sieht man schon, dass es sich gleich besser angreift. 8) ... und auch der Klang ist ein Anderer. :wink: :mrgreen:

CD-Player:
Ein wenig Druckluft aus der Dose?
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Re: Betriebsanzeige an Hifi Verstärker

Beitragvon FET16278 » 27.03.2013, 10:57

ja chrom ist geil - wenn es dann noch gedrehte vollmetallknöppe sind = 8)

fehlt nur noch das einzel-tapedeck + tuner von denon passend dazu :wink:

bei cd-player:
schau dir die wendelstange (schub des laserschlitten) an, wenn der verdreckt ist (zu viel staub am fett haftend) dann stockt/rudelt der und dann kommt es zu diesem fehler, bis irgendwann der cd-player gar nicht mehr liest ;-)
am besten komplett säubern und neu fetten - temeraturbeständiges, nicht harzendes fett dafür nehmen.
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Re: Betriebsanzeige an Hifi Verstärker

Beitragvon Sebastian » 27.03.2013, 11:36

alterhase hat geschrieben:... und auch der Klang ist ein Anderer. :wink: :mrgreen:


Natürlich. Das hängt direkt damit zusammen. :D

FET16278 hat geschrieben:fehlt nur noch das einzel-tapedeck + tuner von denon passend dazu :wink:


Mal schauen. Das Tapedeck brauch ich eigentlich nicht, da ich eh keine Kassetten mehr habe und der Verstärker ist ja eigentlich ein Receiver und da brauch ich auch keinen einzelnen Tuner mehr. :roll:

FET16278 hat geschrieben:bei cd-player:
schau dir die wendelstange (schub des laserschlitten) an, wenn der verdreckt ist (zu viel staub am fett haftend) dann stockt/rudelt der und dann kommt es zu diesem fehler, bis irgendwann der cd-player gar nicht mehr liest ;-)
am besten komplett säubern und neu fetten - temeraturbeständiges, nicht harzendes fett dafür nehmen.

alterhase hat geschrieben:Ein wenig Druckluft aus der Dose?


Ich habe mir die Linse und die Mechanik schon angeschaut und die sieht eigentlich sauber aus. Naja ich werde mir mal das Service Manual besorgen und dann mal schauen ob sich nicht noch ein wenig einstellen lässt. Der Laser ist ein KSS 240A und auch in vielen Geräten verbaut. Der ist auch relativ günstig zu haben.
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