Einstellbare Last zum testen von Netzteilen

Wenn man Layouts zu bestimmten Schaltungen hat, können sie hier gepostet werden

Moderator: Sebi

Einstellbare Last zum testen von Netzteilen

Beitragvon dussel07 » 17.05.2016, 13:51

Hier die Zusammenfassung der ELVLast in Bild und Ton - das eigentliche Layout folgt heute Abend.
Insgesamt eine schöne Ba­s‍telarbeit - wie der altehase natürlich schon bemerkt hat - man braucht es nicht so häufig. Da ich mittlerweile das Xte Netzteil zusammen löte, denke ich das es nicht schaden kann so ein Konstrukt im Regal stehen zu haben.
Kurze Zusammenfassung der Funktionen:
Lastgröße läßt sich von wenigen mA bis zu einigen Ampere ziemlich präzise ein­s‍tellen.
Man kann zwischen einem Wider­s‍tandsmodus und einem Kon­s‍tantstrommodus wählen.
Zum te­s‍ten von Akkus (Batterien) kann man eine Abschaltspannung ein­s‍tellen - fällt die Spannung unter Wert X schalte sich die Last aus.
Dann hat es noch einen Impulsmodus mit ein­s‍tellbarer Impulsdauer. Hier wird die Last rasendfix ein- und ausgeschaltet um die Nachregelgeschwindigkeit zu te­s‍ten.
Zu guter Letzt ist ein Temperatursensor verbaut der bei überschreitung einen fest definierten Temperatur die Last abschaltet. Hier würde ich mir noch einen Ein­s‍tellmöglichkeit wünschen? -
Schaltplan auf Mikrocontroller.net

Kleiner Joke am Rand -
Hatte die Schraube vom Mosfet nicht richtig angezogen - bei 12V 3A hat er sich dann verabschiedet da die Kühlung nicht reichte - DUSSEL der ich bin!!
Statt dem IRF530 ist nun ein IRF540 am werkeln.

Auf jeden Fall bin ich dem selbst entwickeltem Netzteil (vom altenhasen!) ein großes Stück näher.

Nu noch ein paar Bilder - - - - - - - - - - - - -
Dateianhänge
Last V2.lay6
(131.01 KiB) 49-mal heruntergeladen
K1024_Potis.JPG
K1024_Mosfet.JPG
K1024_Front.JPG
K1024_Draufsicht.JPG
K1024_Last in Aktion.JPG
Ja, - ich bin Zwilling
Benutzeravatar
dussel07
 
Beiträge: 1618
Registriert: 30.04.2009, 21:04
Wohnort: Goslar

Re: Einstellbare Last zum testen von Netzteilen

Beitragvon alterhase » 17.05.2016, 16:26

Schaut gut aus! Gratuliere!

Hast du schon die Ausgangsspannung deines NTs mit der el. Last im Impulsmodus kontrolliert? ...sprich, mit dem Scope angesehen?
...mMn. Fehlt da eine BNC-Buchse :wink:
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
73 55
alterhase
 
Beiträge: 11979
Registriert: 14.11.2008, 08:58
Wohnort: Wien/Kapfenberg

Re: Einstellbare Last zum testen von Netzteilen

Beitragvon dussel07 » 19.05.2016, 19:36

Jau, habe ich natürlich sofort. Hat einiges an Einstellarbeit gekostet bis ich irgendetwas sehen konnte. Als nächstes habe ich versucht das Bild zum verweilen ein zu laden - hat nicht geklappt. Bin zu blöd für mein Oszi! Hatte dann noch mal das Schätzeisen aus China probiert - da ist überhaupt nichts zu sehen.
Auf jeden Fall hat es ganz blasse, kurze und spitze Ausschläge die über das doppelte der eingestellten Spannung reichen.

Habe mal das Layout im ersten Post nachgereicht.
Ja, - ich bin Zwilling
Benutzeravatar
dussel07
 
Beiträge: 1618
Registriert: 30.04.2009, 21:04
Wohnort: Goslar

Re: Einstellbare Last zum testen von Netzteilen

Beitragvon alterhase » 19.05.2016, 20:31

Ablenkgeschwindigkeit anpassen und Triggerpunkt richtig einstellen. Norm, Slope pos neg wählen und Triggerpegel einstellen. ....ggf. mit Holdoff nachhelfen.

... Bin zu blöd für mein Oszi!...
so würde ich das nicht sehen. ...es ist nur eine andere Art der Herangehensweise. ...du darfst nicht denken, das Ding hat x-€uronen gekostet, das muss mir das zeigen, was ich grad wissen will.

Nein-DU! musst lernen damit umzugehen.

...Ein Hammer ist nur eine etwas kräftigere Faust. Bamm! Bamm! ... Brocken klein....Patrick star(k)! :mrgreen:

...ein Scope ist wie eine Brille ...Sehhilfe ...auch damit musst halt dorthin schauen, wo es interessant ist. dazu musst aber auch wissen, was interessant sein könnte, und wie du schauen kannst dass du das Interessante siehst. ...und dann, aus dem Gesehenen auch die nötigen Schlussfolgerungen ziehen.

...da gibts viele Seiten im I-Net die das vermitteln wollen. ...leider 100mal mehr, die sich nur aufplustern. ...aber, du bist ja schon ein "großer Bub" und kannst da differenzieren. :)


Schön wär halt ein Triggerausgang bei der El-Last. ...bei ELV vermisst man halt oft das, was praktisch ist. ...vielleicht lässt sich ein solcher nachbestücken.

Edit:
IC3 Pin 1 über 100nF auskoppeln und an ext. Trigger vom Scope
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
73 55
alterhase
 
Beiträge: 11979
Registriert: 14.11.2008, 08:58
Wohnort: Wien/Kapfenberg

Re: Einstellbare Last zum testen von Netzteilen

Beitragvon alterhase » 20.05.2016, 11:44

Schön wär halt ein Triggerausgang bei der El-Last. ...bei ELV vermisst man halt oft das, was praktisch ist. ...vielleicht lässt sich ein solcher nachbestücken.
Edit:
IC3 Pin 1 über > 100nF auskoppeln und an ext. Trigger vom Scope legen.




Virtuose am Scope in 10 min 8)

Und gaanz wichtig:
...erst mit bekannten Signalen üben, üben, üben.
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
73 55
alterhase
 
Beiträge: 11979
Registriert: 14.11.2008, 08:58
Wohnort: Wien/Kapfenberg

Re: Einstellbare Last zum testen von Netzteilen

Beitragvon dussel07 » 21.05.2016, 11:01

Zum mitschreiben -
An Pin 1 von IC3 kann ich die eingestellte Rechteckfrequenz abgreifen "OK"
100n an Pin 1 - "OK"
aber was bedeutet auskoppeln, bzw. wo kommt der zweite Pin vom Kondensator dran "nicht OK"
Über den (ausgekoppelten) Pin 1 bringe ich die Frequenz der Last über den externen Triggereingang auf das Oszi "OK"
Damit synchronisiere ich das Signal?
Ja, - ich bin Zwilling
Benutzeravatar
dussel07
 
Beiträge: 1618
Registriert: 30.04.2009, 21:04
Wohnort: Goslar

Re: Einstellbare Last zum testen von Netzteilen

Beitragvon alterhase » 21.05.2016, 11:34

...aber was bedeutet auskoppeln...
Ein Signal so entnehmen, dass man die Schaltungsfunktion möglichst wenig beeinflusst.

...Zum mitschreiben -
An Pin 1 von IC3 kann ich die eingestellte Rechteckfrequenz abgreifen "OK"
100n an Pin 1 - "OK"
Ja!
aber was bedeutet auskoppeln, bzw. wo kommt der zweite Pin vom Kondensator dran "nicht OK"
der kommt letztendlich an den ext. Triggereingang des Scops. Ich würde empfehlen, dafür eine Buchse in die Frontplatte der el. Last zu setzen.
Über den (ausgekoppelten) Pin 1 bringe ich die Frequenz der Last über den externen Triggereingang auf das Oszi "OK"
So soll es sein.
Damit synchronisiere ich das Signal?
synchronisieren ist nicht optimal. Triggern wäre besser.

Der Unterschied von synchronisieren und triggern ist:
Beim Synchronisieren wird Mess und Ablenkspannung in zeitlichen Gleichlauf gebracht. Die Ablenkung funktioniert auch ohne Messsignal. Und sehr häufig kommt kein befriedigender Bildstillstand zustande. Das ist die Stellung "auto."

Beim Triggern wird die Ablenkung erst durch das Messsignal oder einen ext. Trigger ausgelöst. Das ist die Stellung "Trigger" da siehst du in der Mehrzahl der Fälle vorerst keine Darstellung des Signals. Du musst erst am Triggerlevel drehen damit ein Triggerimpuls erzeugt wird
Dabei kann man wählen ob bei ansteigender oder abfallender Spannung =slope (pos/neg) und bei erreichen welchen Spannungswerts = level ausgelöst werden soll. Da gibts dann noch ein paar Filter zum zuschalten HF-rejection NF-rejection DC-rejection usw. Um Störspannungen auszufiltern.
Und den "holdoff" der den Triggerimpuls nach einer erfolgten Triggerung erst einmal für eine gewisse einstellbare Zeit sperrt um Mehrfachtriggerungen zu verhindern.

In der Stellung "Single" kannst du den Strahl einmal per Hand auslösen

Tip:
Um Nadelimpulse auf einer Gleichspannung zu erkennen, dreht man die Ablenkung auf sehr langsam und die Helligkeit weit auf. Das ist zwar nicht gut für den Phosphor aber es ist oft die einzige Möglichkeit "spikes" zu erkennen.
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
73 55
alterhase
 
Beiträge: 11979
Registriert: 14.11.2008, 08:58
Wohnort: Wien/Kapfenberg

Re: Einstellbare Last zum testen von Netzteilen

Beitragvon alterhase » 22.05.2016, 10:56

Hier klickmich eine gute Zusammenfassung.
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
73 55
alterhase
 
Beiträge: 11979
Registriert: 14.11.2008, 08:58
Wohnort: Wien/Kapfenberg

Re: Einstellbare Last zum testen von Netzteilen

Beitragvon dussel07 » 16.09.2016, 00:31

Juhu!
Dank der vielen Tips habe ich jetzt endlich eine verwertbare Anzeige auf dem Oszilloskop!!
Sieht für das Netzteil zwar nicht so gut aus aber egal - Hauptsache der Ripple ist zu messen.
Morgen beschreibe ich mal wie ich zu einer Anzeige gekommen bin -
entkopplung.JPG

BNC.JPG

externer Trigger.JPG

Spikes.JPG
Ja, - ich bin Zwilling
Benutzeravatar
dussel07
 
Beiträge: 1618
Registriert: 30.04.2009, 21:04
Wohnort: Goslar

Re: Einstellbare Last zum testen von Netzteilen

Beitragvon alterhase » 16.09.2016, 20:16

Bei der Erfassung von dynamischen Vorgängen den Eingang auf AC schalten und sowohl zeitlich als auch spannungsmäßig aufdehnen hilft enorm. :wink:
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
73 55
alterhase
 
Beiträge: 11979
Registriert: 14.11.2008, 08:58
Wohnort: Wien/Kapfenberg

Re: Einstellbare Last zum testen von Netzteilen

Beitragvon dussel07 » 17.09.2016, 11:53

Hier kann man die Einstellungen des Oszilloskop sehen.
Der Tastkopf ist auf 1/10 eingestellt.
Spannung des Netzgerätes war 10V - Stromfluss 1A.
Wenn ich die Anzeige des Oszilloskop richtig deute habe ich ein Ripple von ca. 2,5V bei 0.4ms Einschwingdauer, was verhältnissmäßig viel zu sein scheint?
Dateianhänge
Einstellungen.JPG
Ja, - ich bin Zwilling
Benutzeravatar
dussel07
 
Beiträge: 1618
Registriert: 30.04.2009, 21:04
Wohnort: Goslar

Re: Einstellbare Last zum testen von Netzteilen

Beitragvon alterhase » 17.09.2016, 13:15

Steht der Eingang auf 0.5 V/Div?
...für mich sieht es nämlich so aus als ob er auf .2V/Div steht. ...macht mit einem 10:1 Tastkopf 2V/Div der Einschwingpeak ist ½ Kästchen hoch wäre also nur 1V.

Unter Ripple verstehe ich die Störspannung auf der Ausgangsspannung bei gleichbleibender Last.

Das Einschwingverhalten wird selten spezifiziert und es fehlen mir Vergleichswerte. ...es scheint mir aber nicht soo schlimm zu sein.
Das bringst du mit einem Pufferkondensator am Ausgang des NTs weg, falls es dich stört.
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
73 55
alterhase
 
Beiträge: 11979
Registriert: 14.11.2008, 08:58
Wohnort: Wien/Kapfenberg

Re: Einstellbare Last zum testen von Netzteilen

Beitragvon alterhase » 15.10.2016, 18:15

Es zahlt sich aus, wenn man in alten Projekten herumstöbert.

Ich habe vor langer Zeit (Sept.2009) ein NT getestet und das Ergebnis dokumentiert.
Netzteiltest.GIF

Die Schaltung ist nicht so aufwändig aber wirkungsvoll. 8)

Leider habe ich Dumpfbacke das Wichtigste vergessen, zu notieren ...um welches NT es sich handelt. ...aber das war mir vor 9 Jahren sonnenklar. :oops:
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
73 55
alterhase
 
Beiträge: 11979
Registriert: 14.11.2008, 08:58
Wohnort: Wien/Kapfenberg


Zurück zu Layouts

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast