Spannungen am Verbraucher

Probleme mit einer Schaltung? Hier kann geholfen werden

Moderator: dussel07

Spannungen am Verbraucher

Beitragvon Rolf Hansen » 02.04.2018, 01:19

:wink: [url]E-Mail: Veef.Hansen@Gmx.Biz[/url] Rolf Hansen, 53129 Bonn


Hallo Leute, ich hoffe es geht Euch gut!

Wie hoch können an einem Verbraucher Spannungen angelegt werden? Z.B. 12 V; können Spannungen 11,7 V oder auch 12,3 V an 12 V
angelegt werden? Wie hoch dürfen die Spannungen maximal oder minimal sein ohne das man dem Verbraucher Schaden zufügt? Wie auch z.B. bei 30 V!
Oder kann man das nicht machen?

Mitteilungen dazu, sendet bitte an folgende E-Mail: Veef.Hansen@Gmx.Biz

Gruß

Rolf Hansen
Rolf Hansen
 
Beiträge: 6
Registriert: 26.05.2015, 22:50
Wohnort: Bonn

Re: Spannungen am Verbraucher

Beitragvon Pelle » 02.04.2018, 02:20

Frohe Ostern, Rolf, und auch an die anderen Mitleser :D liebe Grüße.

Warum möchtest Du deine Frage nicht hier im Forum diskutieren, sondern lieber per Email beantwortet bekommen?

Meiner Meinung nach lässt sie sich sowieso nicht pauschal beantworten, aber ich bin ja auch kein "Gelernter" aus dem Elektrobereich, sondern interessierter Hobbyelektroniker.
Es ist wohl davon abhängig, wie der Entwickler das auslegt. Sicherlich gibt es da Erfahrungswerte, an die "er" sich anlehnt. Z.B. könnte ich mir vorstellen, das im 12 V Bereich, der ja häufig im KFZ- Bereich zu finden ist, die Verbraucher durchaus Spannungen von 15 V klaglos überstehen. Die meisten Schaltungen, die für 9 V erdacht wurden, funktionieren meistens auch mit 12 V. Dagegen sind Schaltungen mit Mikrocontrollern in der Regel sehr empfindlich gegen Überspannung. Nach meiner Erfahrung spielt aber nicht nur die Spannung, sondern auch der zur Verfügung stehende Strom oftmals eine Rolle, siehe erweitertes Ohmsches Gesetz. Deshalb kommt man oft weiter, wenn man nicht die Spannung alleine, sondern eher die Leistungsaufnahme betrachtet. Hier lässt sich als Beispiel die oft herangezogene Leuchtdiode betrachten: Da sie kaum Leistung in Form von Strom aufnimmt, muss meistens ein Vorwiderstand eingebaut werden, an dem überschüssige Leistung "verbraten" wird.
Auch Akkus kannst Du nicht mit unangepasster Spannung und Strom laden, dazu gibt es im Internet zahllose Beiträge, die hier Licht ins "Dunkle" bringen.
Gruß
Pelle
Pelle
 
Beiträge: 196
Registriert: 19.12.2012, 19:46
Wohnort: Wunstorf

Re: Spannungen am Verbraucher

Beitragvon finn » 02.04.2018, 11:24

solche sachen wirst du nur vom jeweiligen entwickler des geräts beantwortet bekommen, bzw nicht, weil du dich sonst drauf berufen könntest :-P

mit welcher toleranz abweichungen gegenüber ein gerät ausgelegt wird liegt in gewissem maße ja auch im Ermessensspielraum des Entwicklers...
Wer "A" sagt muss auch in Schmerzen haben... :wink:
finn
 
Beiträge: 175
Registriert: 20.02.2013, 07:17
Wohnort: Wildeshausen

Re: Spannungen am Verbraucher

Beitragvon Tim Sasdrich » 03.04.2018, 14:18

Gibt Geräte, die sind universell für Auto, Motorrad und LKW einsetzbar, die funktionieren mit 6 V, 12 V sowie 24 V. Manche schalten evtl. intern nur um und haben z.B. mit 18 V Probleme, andere sind v.B. für alles von 3 V bis 30 V ausgelegt.
Bei Hochleistungs-LEDs machen bereits einige Millivolt einen großen Unterschied (einer der Gründe, warum man deren Strom konstant hält).

Toleranzen gibt es überall, da man nie exakt bis auf das kleinste Bisschen arbeiten kann/möchte. Beim PC liegt die Toleranz der 12V-Leitung bei 5%, das Auto hat eine Batterie, deren Spannung vom Ladezustand abweichen kann (10,7...13,2 V, wenn ich mich recht erinnere). Innerhalb der definierten Toleranz muss das Gerät funktionieren, der Netzteilhersteller darf aber auch ein Netzteil mit 1% Toleranz herstellen und der Gerätehersteller einen Verbraucher, der 50% Toleranz akzeptiert. Aber eine generelle Aussage für jeden Verbraucher gibt es nicht. Entweder den Hersteller fragen, wenn es nicht drauf oder im Datenblatt steht, oder eben ausprobieren, mit der Gefahr, dass es nicht klappt. Meine Mikrocontroller verkraften laut Hersteller 4,5...5,5 V, funktionieren aber auch mit 3 V sowie mit 6 V. Es kann jedoch sein, dass bei 3 V das schreiben in den Speicher nicht richtig funktioniert und die Daten plötzlich nur 5 Jahre statt 100 Jahre halten oder ähnliches. Kann auch sein, dass bei 6 V jeder 10. Controller abraucht. Wann immer man außerhalb des Toleranzbereiches Arbeitet, kann es zu unvorhersehbaren Problemen führen und auch wenn es mehrfach gut geht, kann sich das plötzlich ändern.

Ohne genaueren Angaben zu deinem Problem kann man das nicht wirklich beantworten. Und dies ist ein Forum, da wird hier diskutiert, somit können einerseits auch Andere von der Antwort profitieren, andererseits muss so nicht jeder die Fragen nochmal beantworten, die evtl. schon mehrfach beantwortet wurden.
"Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser." - Sokrates (470 - 399 v. Chr.), griechischer Philosoph
Tim Sasdrich
 
Beiträge: 2959
Registriert: 07.01.2009, 14:15
Wohnort: Villingen-Schwenningen

Re: Spannungen am Verbraucher

Beitragvon alterhase » 03.04.2018, 19:32

Vielleicht gibts noch eines zu bemerken:
Unsere Netzspannung 230VAC wird mit ±10% bereitgestellt. Alle Geräte, die mit einfachen Trafo-Steckernetzteilen (gibt´s die eigentlich noch?) betrieben werden sollten die selbe Toleranz aufweisen.
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
73 55
alterhase
 
Beiträge: 12037
Registriert: 14.11.2008, 08:58
Wohnort: Wien/Kapfenberg


Zurück zu Grundlagen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste