4066 statt Transistor - zum Schalten

Probleme mit einer Schaltung? Hier kann geholfen werden

Moderator: dussel07

Re: 4066 statt Transistor - zum Schalten

Beitragvon hws » 05.12.2010, 15:09

Flub hat geschrieben:Kann mir jemand sagen, warum man den NPNso nicht durch den 4066 ersetzen kann?
Was geht denn nicht?
Versorgungsspannung des IC's und Spannung am R8?
Wie sah es an der Basis des Transistors und am Ausgang von N2 aus? Schaltpegel des Transistors und des 4066?
Ich vermute, du hast beide Schaltungen als *.asc File?

Und es ist ein PNP (Schreibfehler oder Schaltungsfehler?)

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Re: 4066 statt Transistor - zum Schalten

Beitragvon Flub » 05.12.2010, 19:10

also pnp ist richtig, das war ein schreibfehler.

Der schaltpegel spielt keine rolle, weil er ja mit nem rechteck puls wird. gnau diesen negativen puls habe ich invertiert verstärkt um den 4066 zu steuern. der soll r3 mit masse verbinden wenn die integrierer gerade im negativen bereich ist.
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Re: 4066 statt Transistor - zum Schalten

Beitragvon Flub » 13.12.2010, 15:01

mh, also ich denke der 4066 geht nicht, weil er nur signale durchlassen kann die ca 0,5V unter der Masse liegen.

Ich bräuchte im endeffekt einen schalter der wie ein relais arbeitet, damit ich das zu leitende signal über den schalter mit einer spannung verbinden kann ohne dass diese das eigentliche schalten beeinflusst.
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Re: 4066 statt Transistor - zum Schalten

Beitragvon topas » 13.12.2010, 18:32

also ich denke der 4066 geht nicht, weil er nur signale durchlassen kann die ca 0,5V unter der Masse liegen

Da schlackern mir ja die Ohren.

Grundsätzlich ist der 4066 geeignet, die Schaltfunktion in Deinem VCO zu übernehmen. Du musst nur dafür sorgen, dass das zu schaltende Signal spannungsmässig innerhalb der Betriebsspannung des 4066 liegt, ebenso das Schaltsignal. (Also: +/- 7,5 V, die OP-Amps (TL072) dürfen dann mit max +/- 10V versorgt werden) Die Linearität liegt dann unter 1 Prozent - das kann kein Transistor. Aber kann das auch Dein Simulationsprogramm? Die beste Simulation ist die Realität.
Zur Lösung Deines Problems müsstest Du mindestens 2 Schalter einsetzen: einer der wirkt, wenn das Dreieck ansteigt und einer für den fallenden Signalteil.
Thomas
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Re: 4066 statt Transistor - zum Schalten

Beitragvon topas » 13.12.2010, 19:32

PS:
Mir schwebt da sowas vor. Simulier es doch mal. evtl. müssen die Steuerleitungen zu den Schaltern gekreuzt werden - je nachdem ob die Steuerspannungen positiv oder negativ sind. Die Leuchtdioden sollen den Spannungsabfall (1,5V) für die +/- 7,5V für den 4066 erzeugen. Sicherheitshalber füge auch noch 10K-Widerstände in die Steuerleitungen ein - dann kann die Schutzschaltung im 4066 sicher wirken.
Thomas
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Re: 4066 statt Transistor - zum Schalten

Beitragvon Flub » 13.12.2010, 22:17

danke, dann ist der oszillator kern aber nicht mehr derselbe. Dann hätte ich wieder ein ehemaliges Problem, das der Zusammenhang zwischen Steuerspannung und Frequenz nicht linear ist. zumindest bis 10khz. oder liege ich da falsch?
Flub
 

Re: 4066 statt Transistor - zum Schalten

Beitragvon topas » 16.12.2010, 18:47

Ich bin zwar überzeugt davon, dass meine Schaltung die Lösung für "alle Deine Probleme ist". Ich will sie Dir aber nicht andrehen - noch will ich Dich von Deiner geliebten Urschaltung abbringen.
Wenn am Wochenende schlechtes Wetter ist, werde ich die Schaltung mal aufbauen und testen - dann gibt es auch Fotos vom Oszilloskop. Bei schönem Wetter muss es ein bisserl warten.
Thomas
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Re: 4066 statt Transistor - zum Schalten

Beitragvon Flub » 16.12.2010, 20:16

Hey, na klar. Ich bin schon zweimal von meiner eigenen schaltung weggegangen, die ist nicht von mir, also der kern des oszillators, aber keine andere war annähernd so linear wie die bis 10 khz, hab da extra TL080 besorgt dies gar nicht mehr gibt, um die Frequenzkompensation des ops, extern zu steuern, über den 8p Kodensator.

Ich glaube, bei deiner schaltung flacht die kurve des Diagrams (Spannung / Frequenz) zunehmend ab, weil die slewrate der op amps zu einer konstanten die zeitverzögerung führt, die bei steigender frequenz immer mehr ins gewicht fällt.

Ich gucks mir gleich genauer an, und guck ob ich das vllt auf die die ich gerade gewählt habe übertragen kann. Übrigens, freue ich mich über dein Interesse, es ist natürlich klar, dass sich nicht jeder für mein Problem interessiert, aber ich find es gut, wenn man auch interesse hat was mit einfachen bauteilen zu lösen, anstatt gleich digitales oder irgendwelche ics zu nehmen. Da muss man mehr denken...

Gruß,
Flo
Flub
 

Re: 4066 statt Transistor - zum Schalten

Beitragvon topas » 16.12.2010, 20:46

Mein Interesse beruht auf Erinnerungen an ein ca 25 Jahre altes Projekt, da habe ich für meinen Bruder, der Hobby-Musiker ist, einen Synthesizer gebaut. Da gab es naturgemäss ähnliche Fragestellungen.
Thomas
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Re: 4066 statt Transistor - zum Schalten

Beitragvon topas » 18.12.2010, 16:17

Meine Schaltung produziert die angezeigten Signale. Leider wird die Frequenz noch beeinflusst.
Thomas
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Re: 4066 statt Transistor - zum Schalten

Beitragvon topas » 18.12.2010, 16:24

Und hier die aktuelle Schaltung - weil nur bestimmte Bauteile vorhanden waren, habe ich die Schaltung für 5V ausgelegt. Ist nur eine Ideengrundlage. Der neue VCO (eine Abwandlung vom Original) ist absolut linear. Leider beeinflusst die Symmetriespannung auch die Frequenz. Spannungsbereich: Frequenz: 0...+2,5V. Symmetrie: -2,5V...+2,5V. Aber den 4066 kann man prima einsetzen.
Thomas
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Re: 4066 statt Transistor - zum Schalten

Beitragvon topas » 19.12.2010, 05:45

Vermutlich braucht man zur Verknüpfung der Steuerspanungen keinen Addierer, sondern einen Multiplizierer. Esgeht ja um die Steigung des Signals.
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Re: 4066 statt Transistor - zum Schalten

Beitragvon Flub » 20.12.2010, 18:29

entweder man nimmt zwei vcas und verstärkt entgegengesetzt oder es gibt sowas wie einen VC stromvertärker, habe ich aber noch nirgends was zu finden können. oder ich steh auf dem schlauch und das ist letztendlich das gleiche.
Gruß,
FLo
Flub
 

Re: 4066 statt Transistor - zum Schalten

Beitragvon topas » 20.12.2010, 20:30

Ja genau, da käme der schon erwähnte LM13700 zum Einsatz. Das wird aber sehr aufwändig. (u. a. Spannung/Stromumsetzer - alles super linear). Vielleicht ist eine digitale Lösung doch günstiger (für Hobbyisten). Oder eine Lösung wie im Elektor Formant Synthesizer: Der VCO lieferte Rechteck und Sägezahn, der durch "Umklappen" zusätzlich in Dreieck verwandelt wurde. Unterschiedliche Signale wurden durch Mischung der 3 erzeugt.
Thomas
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Re: 4066 statt Transistor - zum Schalten

Beitragvon Flub » 23.12.2010, 21:11

Dreieck Sägezhan und Rechteck habe ich, aber mir ist noch keine mischung eingefallen, die zum halben sägezahn führt.
linear müsste das verhältnis von steuerspannung und verstärkung nicht sein, nicht sein, die beiden verstärkerstufen müssten nur irgendwie auf selbes verhalten getrimmt werden, dass das -1 V gleich stark schwächt wie 1V verstärkt.
Flub
 

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