astabile Kippstufe

Moderator: Tim Sasdrich

astabile Kippstufe

Beitragvon xMagic » 12.02.2014, 17:16

Hallo ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen, ich habe das Projekt "Der Krachmacher" der auf dieser Seite zu finden ist nachgebaut.
http://www.dieelektronikerseite.de/Lections/Lautsprecher%20-%20Der%20Krachmacher.htm

An sich habe ich mich komplett nach dem Schaltplan unter "wir machen Töne" gerichtet. An sich funktioniert auch alles bestens. Die Fertiggestellte Platine sieht bei mir nen bisschen anders aus (Bild is unten).

Jetzt aber meine 2 Fragen!
Wie genau funktioniert die Schaltung? (also wofür sind die gesamten Bauteile da, was bewirken sie), habe zwar jetzt alles nachgebaut aber kann das so noch nicht nachvollziehen was da genau passiert.

Was genau ist der Unterschied zwischen der astabilen Kippstufe mit LEDs und der astabilen Kippstufe mit dem Tongenerator? (außer dass das eine blinkt und das andere ein Ton von sich gibt).

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Dateianhänge
20140128_150514~2.jpg
Fertige Platine
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Re: astabile Kippstufe

Beitragvon alterhase » 12.02.2014, 17:50

Klick mal hier

... hab ich über die Forumssuche gefunden. 8)
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Re: astabile Kippstufe

Beitragvon xMagic » 12.02.2014, 18:19

alterhase hat geschrieben:Klick mal hier

... hab ich über die Forumssuche gefunden. 8)


Erstmal danke für den Link, aber wie da schon steht ist der Text für mich noch sehr undurchblickbar. Also ich kann ja mal zusammen fassen was ich weiß.

Transistoren: Zählt zu den aktiven Halbleiterbauelementen und wird als Verstärker eingesetzt. Es fließt ein kleiner Strom durch die Basis und wird um den Faktor 100 vergrößert (Emitter Strom).

Kondensator: Ist grob gesagt ein Speicher für elektrische Ladung.

Widerstände: Fließen Elektronen durch einen Leiter, so werden sie in ihrer gerichteten Bewegung durch die Atomare Struktur behindert. Das sich widersetzen des Leiters gegenüber dem Stromdurchgang wird als Widerstand bezeichnet.

astabile Kippstufe: Der astabile Multivibrator besteht im Prinzip aus zwei wechselseitig gekoppelten elektronischen Schaltern, die sich gegenseitig durch eine Mitkopplung umschalten. Nach einer frequenzbestimmenden Verzögerungszeit wird immer wieder automatisch ein erneutes gegenseitiges Umschalten ausgelöst, sodass ein periodisches Verhalten entsteht.

So aber daraus verstehe ich trotzdem den Vorgang der Platine nicht -.-"
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Re: astabile Kippstufe

Beitragvon alterhase » 12.02.2014, 18:56

...astabile Kippstufe: Der astabile Multivibrator besteht im Prinzip aus zwei wechselseitig gekoppelten elektronischen Schaltern, die sich gegenseitig durch eine Mitkopplung umschalten. Nach einer frequenzbestimmenden Verzögerungszeit wird immer wieder automatisch ein erneutes gegenseitiges Umschalten ausgelöst, sodass ein periodisches Verhalten entsteht. ...

Ist grundsätzlich richtig aber kommt nicht auf den Punkt.
Besser ist:
Die beiden Schaltungshälften sind so ausgelegt, dass beide Transistoren öffnen würden wären da nicht die zwei Kondensatoren. Durch den Kondensator (C1 bzw. C2) sperrt ein geöffneter Transistor den anderen Transistor für eine gewisse Zeit. (für die Zeit, die die Entladung des Kondensators (C1 bzw. C2) durch die Basiswiderstände (R2 bzw P1+R3) benötigt) Dann beginnt dieser zu leiten und sperrt den anderen Transistor.
Welcher der beiden Transistoren schneller geöffnet hat und den anderen für eine Zeit daran hindert hängt vom Zufall ab.

Die Sperrung der Transistoren kommt dadurch zustande, dass der Kondensatorpol der vorerst positiv geladen war nun plötzlich (durch öffnen des anderen Transistors gegen GND (= 0V Minus von Batterie) gelegt wird und so am andern Kondensatorpol eine negativere Spannung auftritt als der GND (Kondensatorladung) welche die Basisstrecke des Transistors solange sperrt bis sich dieses negative Potential über (R2 bzw. R3+P1) abgebaut hat. Danach beginnt dieser Transistor zu leiten und sperrt über den gleichen "mechanismus" den anderen Transistor. Das Spiel wiederholt sich ....
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Re: astabile Kippstufe

Beitragvon alterhase » 12.02.2014, 19:45

Hier kannst du schön sehen wie die Spannungen verlaufen.

AMV.PNG
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Re: astabile Kippstufe

Beitragvon topas » 13.02.2014, 16:45

Der Unterschied zwischen der blinkenden und der tongebenden Schaltung ist die Frequenz mit der hin-und hergeschaltet wird. Frequenz ist die Anzahl der Schaltvorgänge je Sekunde. Blinken ist z.B. 2 mal je Sekunde (2Hz) ein Ton (wie der Kammerton A) z.B. 440Hz. Das heisst 440 mal in der Sekunde wechseln sich die Transistoren ab. Dies wird z.B. mit kleineren Kondensatoren erreicht. Wie man die Frequenz errechnet hat Wiki hier gezeigt.

Ein Aspekt von Kondensatoren ist ihre Fähigkeit für Spannungsänderungen durchlässig zu sein. Trotz Isolation zwischen den Folien kann ein Strom fliessen. Dieser Aspekt ist einer der wichtigsten des Kondensators. Ein BleiAkku ist auch ein "Ladungsspeicher" aber kein Kondensator. (zumindest nicht im Sinne dieser Schaltungsdiskussion)
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Re: astabile Kippstufe

Beitragvon alterhase » 14.02.2014, 21:44

... Ein BleiAkku ist auch ein "Ladungsspeicher" aber kein Kondensator. (zumindest nicht im Sinne dieser Schaltungsdiskussion) ...
Dafür ist er einfach zu behäbig ... obwohl, manchmal fördert es (anfangs) das Verständnis wenn man sich einen Kondensator wie einen Akku vorstellt, der (blitzschnell) in beide Richtungen geladen werden kann.

@Topas:
Hast du gesehen, welche Mühe sich xMagic mit der Lautsprecheraufhängung gemacht hat? 8)

... Wäre ein glattes "Nichtgenügend" weil die Schraubenschlitze nicht im Winkel von 45° stehen :mrgreen:
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