Steckernetzteil regeln

Wenn ihr was über bestimmte Bauteile wissen wollt

Moderator: dussel07

Steckernetzteil regeln

Beitragvon Gunter » 25.01.2015, 18:08

Hallo,

ich möchte ein Steckernetzteil z.B. 12 V 1 A Wechselstrom mit einem Poti regeln.
Wie würde dazu die Schaltung aussehen?

Gruß Gunter
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Re: Steckernetzteil regeln

Beitragvon FET16278 » 25.01.2015, 19:45

~V machste mit nem triac

standard-be'schaltung selbt im inet finden und dann weiter :wink:
:D Ich bin lieber jeden Tag glücklich als im Recht :D
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Re: Steckernetzteil regeln

Beitragvon Gunter » 26.01.2015, 12:22

Hallo FET16278,

ich habe versucht durch googeln einen Schaltplan zu finden.

Leider erfolglos. Kannst Du mir sagen unter welchen Begriffen ich suchen muss? Oder besser, hast Du einen Schaltplan?
Warum der Triac? Reicht ein 10 kOhm-Poti nicht?

Gruß Gunter
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Re: Steckernetzteil regeln

Beitragvon alterhase » 26.01.2015, 13:36

Was du da möchtest kann zB.
:arrow: ein Märklin Modellbahntrafo.
:arrow: Ein Transduktor oder auch
:arrow: ein Stelltransformator.

Triac-Steuerungen machen nichtsinusförmige Ausgangsspannung das könnte vielleicht störend sein.

Vielleicht kannst du genauer beschreiben was du vor hast. :wink:


Edit:
Mein Kaffeesud behauptet, dass du nur eine einstellbare Wechselspannung benötigst um dein Soundkarten-Oszilloskop zu "kalibrieren" da reicht ein Potenziometer.
Aber Achtung! Ein Scope zeigt Uss, ein DMM zeigt Ueff.

Uss = Ueff * 2 * √2 !gilt nur für Sinus!
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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Re: Steckernetzteil regeln

Beitragvon Gunter » 26.01.2015, 16:29

Hallo alterhase,

Dein Kaffesud hat prinzipiell recht.

Da ich mit den Versuchsbeschreibungen in der deutschen Fachliteratur (außer Chef oder z.B. f-alpha-net) nicht glücklich geworden bin, bin ich mittels Google in die USA ausgewandert. Dort habe ich dann doch einige ansprechende Versuche gefunden. Überhaupt bietet die angelsächsische Literatur einiges mehr als die deutsche.

In der Tat benötige ich eine veränderbare Spannungsquelle so im Bereich von 1 bis 12 V. Wenn es gar nicht anders geht dann nehme ich eben mein altes Wechselspannungs-Steckernetzteil mit 5 fest vorgegebenen Spannungen. Ich weiß das ich nur eine fest vorgegebene Frequenz von 50 Hz habe, aber bei einem Teil meiner Wechselstromversuche ist das vollkommen ausreichend.

Ich habe auch noch ein paar XR2206 rumliegen, aber keine Platine. Kannst Du mir da vielleicht weiterhelfen? Kann man den nur mit sinusförmiger, veränderbarer Wechselspannung auf ein Breadboard aufbauen? Bei den Projekten vom Chef ist ja nur die gesamte Schaltung mit Sinus, Dreieck, Rechteck usw. gegeben, aber ohne Schaltung auf dem Steckboard.

Mit dem Soundkartenoszilloskop bin ich so verblieben: Ich bastle mir die Schaltungen auf Steckboards und schaue mir die Liniendiagramme im Soundkartenscope an und vergleiche diese mit der Literatur. Da die Messwerte proportional zu den tatsächlichen Werten sind, kann ich zumindest die Phasenverschiebung sehen und berechnen. Um die absoluten Spannungen und Ströme zu messen muss dann halt ein DMM herhalten – ist zwar mit nur einem Gerät aufwändig aber machbar.
Danke für den Tip zum Oszi und DMM. Wird bei den Durchführungen der Versuche oft abgefragt – deshalb weiß ich das.

Bis dann.
Gunter
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Re: Steckernetzteil regeln

Beitragvon alterhase » 26.01.2015, 18:22

...Dein Kaffesud hat prinzipiell recht. ...
Dabei war das nur der Tschibo Milde Natur. :mrgreen: Was glaubst was weitergeht, wenn ich den Meinl Präsident befrage 8) :lol:

Was mir scheint, oh Gunter! ...du hast dich ein wenig in eine Sackgasse manöveriert, wenn du so am Steckboard fixiert bist. Das Steckboard ist nur eines von vielen Werkzeugen. Mir kommt das so vor, als ob einer das Installateurhandwerk (Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sagt ihr, glaubich, dazu) Anhand einer Wasserpumpenzange erlernen möchte.



Mein Rat:
...fixiere dich nicht an Steckboardzeichnungen, versuche Schaltpläne zu lesen und zu verstehen. Die Zeit und Energie die du in die Grundlagen und in das Lesen von Schaltplänen investierst kommt hundertfach zurück. Ab einem gewissen Punkt, der übrigens sehr tief liegt, kommst du OHNE Grundlagen eh nicht weiter.

Wenn ich (bitte nicht böse sein) ein bildhaftes Beispiel verwenden darf:
Du hast noch einen alternativen Zugang. Wie ein Bergsteiger, der mit Pickel und Seil ein Treppenhaus erklimmt.

Zum XR2206:
Der ist halt ein Ding, das kann gleichzeitig alle 3 Kurvenformen generieren. Du brauchst die 2 anderen ja nicht verwenden. Vorhanden sind sie trotzdem.

Zur Netzspannung:
Die ist von einem Sinussignal doch schon ein wenig entfernt. K=10 bis 20% Dank an die Schalt- und Linear-netzteile :evil:

Zum Soundkartengenerator:
Der ist, in Grenzen natürlich, den beiden erstgenannten vorzuziehen.
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Re: Steckernetzteil regeln

Beitragvon FET16278 » 26.01.2015, 20:35

da hat alterhase natürlich recht:

mehr info's im vorhinein wären von vorteil gewesen (hat ja nicht jeder solch eine super glaskugel wie alterhase), denn mit nem triac kannst du gut leistung regeln, die auf wechselspannung "beruhen"/"stehen".
du willst also V~ regeln (bzw./eigtl. doch eine regelbare wechselspannungsquelle haben), geht mit nem triac nicht so schön (übrigens wirst du zum triac im 230V bereich im netz an schaltungen fündig, stichwort lampen dimmer/dimmen mit triac). könnte man denn, wenn man es braucht, auf kleinspannung "runter"/anpassen.

zum V~ erzeugen gibt's viele wege - Transistoroszillator an Komplimentärstufe (Frequenz + Spannung regelbar) zBsp. (wäre was zum anfang/ausprobieren ohne großen besonderen bauteileaufwand und mit schönem lerneffekt) und FG-IC (Frequenz + Spannung regelbar) und und und - du brauchst eigtl. kein wechselspannungs-NT. das geht aus gleichspannung, V~ selbst zu erzeugen, besser ;-)
:D Ich bin lieber jeden Tag glücklich als im Recht :D
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Re: Steckernetzteil regeln

Beitragvon alterhase » 26.01.2015, 20:53

...da hat alterhase natürlich recht:...
wie immer :mrgreen:
...hat ja nicht jeder solch eine super glaskugel wie alterhase...
ein Erbstück seiner Vorfahren Derer von Knatter :wink:
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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Re: Steckernetzteil regeln

Beitragvon Gunter » 27.01.2015, 12:00

Hallo zusammen,

das ich in Sachen Elektronik noch einen gewaltigen Nachholbedarf habe, das weiß ich selbst und wird mir beim Lesen der Elektronikgrundlagen (und elektronikerseite) täglich vor Augen geführt. Die Elektronikbastelleien sollen ja auch nur ein Zeitvertreib sein.

Prinzipiell möchte ich so was machen (siehe Anhang). Meine Fragen müssten daher eher lauten: Geht das auch einfacher (z.B. mit einem Wechselspannungs-Netzteil)? Das ein Variac eine ausgeklügelte Spannungs- und Stromversorgung ist, davon gehe ich mal aus.

Wenn wir schon mal dabei sind: Wozu dient der Trenntrafo (Wechselspannungsquelle und Skope von gemeinsamer Masse trennen?) und welcher Typ von Trafo käme dann zum Einsatz? Ich habe hier noch etliche Trafos rumliegen - aber zum größten Teil ohne Beschriftung.

Gruß
Gunter
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Re: Steckernetzteil regeln

Beitragvon Gunter » 27.01.2015, 12:06

... bin aus Versehen auf den falschen Button gekommen - hier die Anhänge!!!
Dateianhänge
l1200_a appendix.pdf
(336.22 KiB) 121-mal heruntergeladen
l1200_04.pdf
(211.89 KiB) 149-mal heruntergeladen
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Re: Steckernetzteil regeln

Beitragvon alterhase » 27.01.2015, 14:00

Viele der Stelltrafos (VariAC) haben keine galvanische Trennung (Spartransformator). Das bedeutet, dass je polung des Netzsteckers 230VAC gegenüber Erde an deiner Versuchsschaltung zu liegen kommen können. Dass das nicht gesund sein kann erklärt sich von selbst. Besonders dann nicht wenn du in der Schaltung mit einem Scope messen willst und dieses einen Pol an Erde hat.

:!: Hier gab es vor kurzem eine Diskusion zu dem Thema. klickmich

:!: Der Trenntrafo vor dem Funktionsgenerator wird dazu benutzt um den "GND"-Anschluss des Ausgangs hoch zu legen. Ich rate von dieser Vorgangsweise ab. Besser ein Symmetrieübertrager am Ausgang des Funktionsgenerators. (siehe Multisim-Demo von anno dünnemals)

:!: Einen Trenntrafo in die Netzleitung eines Scopes zu geben davor rate ich auch ab. Es gibt Differenztastköpfe.


:!: Der Trenntrafo soll immer die Testschaltung trennen. Denn nur so ist sichergestellt dass keine Netzspannung an der Testschaltung zu liegen kommt.
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Re: Steckernetzteil regeln

Beitragvon alterhase » 27.01.2015, 14:14

FET hat geschrieben:...zum V~ erzeugen gibt's viele wege - Transistoroszillator an Komplimentärstufe (Frequenz + Spannung regelbar) zBsp. (wäre was zum anfang/ausprobieren ohne großen besonderen bauteileaufwand und mit schönem lerneffekt) und FG-IC (Frequenz + Spannung regelbar) und und und - du brauchst eigtl. kein wechselspannungs-NT. das geht aus gleichspannung, V~ selbst zu erzeugen, besser...
Guter Vorschlag!

Vielleicht hast du sogar einen alten Verstärker (ev. Bausatz) herumliegen ...Trafos hast du ja. Soundkartengenerator am Verstärker-Eingang. ...statt des Lautsprechers hängst du die Sekunderseite eines zB. 12 bis 24V Trafos an, dann hast du auf der 230V Seite eine schöne, mit dem SC-Generator, in f und U einstellbare Wechselspannung. Der Trafo hat einen krummen Frequenzgang du musst ständig die Spannung kontrollieren. Eine Grundlast würde ich noch vorsehen (10k 5W) damit bei Übersteuerung die Endstufe nicht leidet.
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Re: Steckernetzteil regeln

Beitragvon Gunter » 23.02.2015, 18:35

Hallo alterhase,

bin mal wieder da – hatte viel zu tun.

Die Idee mit dem Verstärker und der Soundkarte finde ich gut. Hatte ich mir auch schon mal überlegt. Was verstehst Du unter Bausatz? Meinst Du z.B. den bei Pollin? http://www.pollin.de/shop/suchergebnis. ... mmend=true

Bis zu welcher Stromstärke kann man den belasten? Aus der Angabe bei Pollin werde ich nicht schlau!

„Eine Grundlast würde ich noch vorsehen (10k 5W) damit bei Übersteuerung die Endstufe nicht leidet“.

Was verstehst Du darunter? Eine kleine Skizze wäre hilfreich.
Gruß
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Re: Steckernetzteil regeln

Beitragvon alterhase » 23.02.2015, 19:08

Dein Link funktioniert nicht. Zu lang und nicht von URL Botton umgeben.
Url.PNG
Url.PNG (3.57 KiB) 4685-mal betrachtet

So geht das besser:
(Schau dirs mit dem Botton "Zitieren" an.)

Ich denke mal du meinst den.
Der braucht aber noch Kühlkörper!

Fortsetzung folgt.
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Re: Steckernetzteil regeln

Beitragvon alterhase » 23.02.2015, 19:37

So etwa stell ich mir das vor:
Wechselspannungsnetzteil.GIF
Wechselspannungsnetzteil.GIF (6.29 KiB) 4670-mal betrachtet


Die Werte sind grob hingeschätzt und müssen probiert werden

Achtung! Spannungen bis 230V möglich !Lebensgefahr!

Edit:
Wenn du allerdings mit 12V~ das Auslangen findest, kannst du den Trafo weglassen und einen 20R Widerstand als Last nehmen. Dann ist die Ausgangsspannung allerdings nicht mehr erdfrei.
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