ADS1115 I2C Analog zu Digital Wandler (Bascom Auswertung)

Wenn ihr was über bestimmte Bauteile wissen wollt

Moderator: dussel07

Re: ADS1115 I2C Analog zu Digital Wandler (Bascom Auswertung)

Beitragvon Mathias » 09.07.2016, 17:21

Ein Frage zur Mess-Geschwindigkeit.

Beim ADS1150 steht "Sample Rate (max) (SPS) | 860SPS "
Stimmt dies, das dies ein bisschen weniger als 1'000 Messungen/Sek entsprechen, respektive 1'000µs/Messung(Wandlungszeit).

Bei der Industrie karte, steht "Wandlungszeit: 20 µs", dann müssten dies etwa 50'000 Messungen/Sek sein.

Link zur Karte: http://www.quancom.de/quancom/quancom01 ... ac2_14.htm

Oder habe ich da etwas falsch verstanden ? :?
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Re: ADS1115 I2C Analog zu Digital Wandler (Bascom Auswertung)

Beitragvon alterhase » 09.07.2016, 19:41

Ich komme auf die gleichen Ergebnisse.
...die Frage die sich mir aufdrängt ist, wie schnell kannst du die Messergebnisse verarbeiten.
...und wie schnell muss es tatsächlich sein.

860 SPS sind nicht 1.000 und auch die 860 gelten nur bei Vollmond, wenn kein Wolf heult, alle Sterne funkeln und auch alles andere passt. Käuzchenrufe machen sich besonders schlecht. :shock:

...500 tät ich mich trauen anzunehmen.

Du weißt eh, dass du einen TP-Filter vor den ADC setzten musst um Aliasfrequenzen hintanzuhalten. :)
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Re: ADS1115 I2C Analog zu Digital Wandler (Bascom Auswertung)

Beitragvon Mathias » 09.07.2016, 20:25

...500 tät ich mich trauen anzunehmen.

Gut 500 Messungen habe ich hingekriegt, will ich schneller auslesen, dann gibt es Doppel-Messungen.

Ich hatte die Übertragung über den COM-Port zuerst als String gemacht.
Dann hatte ich es abgeändert auf Binär (Integer).
Dann hatte es etwa 700 Messungen gegeben, aber eben mit Doppel-Messungen.

Momentan betreibe ich 2 ADS am I²C, einer für Messwerte, der andere als Distanz-Messung.
Da übertrage ich auch Binär, und so wie es aussieht, bringe 2x500 Messungen/Sek hin.

Wie schon weiter oben beschreiben, hat der ADS1115 mehr weder nur ein Kanal, aber das ständige Kanal umschalten verträgt er nicht.
Aber so wie es schein klappt, mit 2 ADS gut.

...die Frage die sich mir aufdrängt ist, wie schnell kannst du die Messergebnisse verarbeiten.

Das ist natürlich eine gute Frage. 50'000 Messungen/Sek muss man erst mal abarbeiten.
500 Messungen scheint mir eine gute Zahl, für meinen Zweck.
Bei dem Messprotokoll (pdf) weiter oben sieht man gut wen die Sonde gut ist.

Das alte System das wir haben, bringt etwas mehr als 50 hin, und der Messschlitten muss dabei sehr langsam laufen.


Du weißt eh, dass du einen TP-Filter vor den ADC setzten musst um Aliasfrequenzen hintanzuhalten. :)

Was meinst du damit ?
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Re: ADS1115 I2C Analog zu Digital Wandler (Bascom Auswertung)

Beitragvon alterhase » 09.07.2016, 20:38

Du weißt eh, dass du einen TP-Filter vor den ADC setzten musst um Aliasfrequenzen hintanzuhalten. :)

Was meinst du damit ?


Wenn du Frequenzen im Messignal hast, die über der 1/2 Abtastfrequenz liegen, so machen sich die als Aliasfrequenzen im Gemessenen Signal bemerkbar und können ganzschön störemd wirken.

Ich will hier keine Dissertation darüber schreiben. Im Netz findest du genug Infos darüber. Stichworte hab ich dir ja eh ausreichend geliefert. ...sonst halt konkret nachfragen. :wink:
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Re: ADS1115 I2C Analog zu Digital Wandler (Bascom Auswertung)

Beitragvon Mathias » 10.07.2016, 16:19

So wie es aussieht, brauch eich noch keinen TP-Filter, mein Signal kommt (noch) sauber rein.

Oder hast du dies eher gemeint, bei den 50'000 Messungen/Sek ?
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Re: ADS1115 I2C Analog zu Digital Wandler (Bascom Auswertung)

Beitragvon alterhase » 10.07.2016, 21:34

Die Samplingfrequenz ist im Grunde egal. Das Prinzip bleibt gleich.
...du musst nur sicherstellen, dass im Eingangssignal keine Frequenzen über der halben Samplingfrequenz auftreten können.
...und Nein, da reicht ein TP 1. Ordnung in der Regel nicht aus.

Wie flott musst du den unterwegs sein?
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Re: ADS1115 I2C Analog zu Digital Wandler (Bascom Auswertung)

Beitragvon Mathias » 10.07.2016, 21:57

Wie flott musst du den unterwegs sein?

Ich denke, mit 500 Messungen/Sek bin ich gut dran.

dass im Eingangssignal keine Frequenzen über der halben Samplingfrequenz auftreten können.

Es ist ein Gleichspannung-Signal, welches am Eingang ankommt. Negativ wird dies nie werden, ausser es schlisst jemand etwa falsch an.
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Re: ADS1115 I2C Analog zu Digital Wandler (Bascom Auswertung)

Beitragvon alterhase » 12.07.2016, 17:07

Wenn es ein Gleichspannungssignal ist, so brauchst du keinen ADC. :mrgreen: ...brauchst nur einmal den Wert notieren. :wink:

Sobald es sich irgendwie verändert, ist es ein Mischsignal und bekommt eine AC-Komponente dazu. Was ist da die zu erwartende Bandbreite?
...abgesehen von der Rauschkomponente deren Frequenzbereich bis ins Nirvana gehen kann. ...Gleichspannung gibts net.

Die hohe Samplingfrequenz kannst du allerdings insofern nützen, dass du zB. 100 Messungen machst und daraus den Mittelwert bildest und diesen weiterverarbeitest.
...smoothing!
...so ein Weichzeichner wirkt auch in der Fotografie Wunder. 8)
...quasi kontrolliertes Schönsaufen :mrgreen:

Wie ist die Quantisierung noch gleich? naja, 13 Bit ist nicht die Welt das relativiert etwas.
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Re: ADS1115 I2C Analog zu Digital Wandler (Bascom Auswertung)

Beitragvon Mathias » 13.07.2016, 16:44

Die hohe Samplingfrequenz kannst du allerdings insofern nützen, dass du zB. 100 Messungen machst und daraus den Mittelwert bildest und diesen weiterverarbeitest.

Dies müsste ich mal genauer angucken.
Die neue Karte sei angeblich unterwegs, und bin ich gespannt, was das Ding kann.
Ich hatte sie ja schon mal in den Händen, da war sie aber defekt, ich hoffe das sie jetzt dann gut ist. :wink:
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Re: ADS1115 I2C Analog zu Digital Wandler (Bascom Auswertung)

Beitragvon Mathias » 20.07.2016, 16:23

So nun habe ich die neue Karte vor mir, so wie es scheint funktioniert diese jetzt.

Aber die Daten sind recht enttäuschend.
Die 20 µs sind eher 20 ms, ich bringe gerade mal 150 Messungen/Sek hin.
Bei 2-Kanal-Messung halbiert sich der Wert.

Code: Alles auswählen
  digital := 0;
  repeat
    for i := 0 to 0 do  // Ein Kanal
    begin
      digital := QAPIExtReadAD(QHandle, i, mode);
      Label1.Caption := IntToStr(digital);
    end;
    Label2.Caption := IntToStr(z);
    Inc(z);
    Application.ProcessMessages;

  until Ende;   


QAPIExtReadAD ist eine Funktion, welch vom Karten-Hersteller kommt, und eine Verbindung zur einer DLL macht.

An meine Schleife kann es nicht liegen, wen ich die Zeile mit digital := QAPI... ausklammere, dann läuft die Schleife 6'000 / Sek durch.

Oder verseht ich da etwas mit der Wandlungs-Zeit falsch ?
http://www.quancom.com/manual/manual_de ... nded_(s_e_).htm
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Re: ADS1115 I2C Analog zu Digital Wandler (Bascom Auswertung)

Beitragvon Mathias » 27.07.2016, 16:04

Jetzt bringe ich die neue Karte auch über 400 Messungen/Sek.

Vorher hatte ich sie mit WinXP in Virtual-Box laufen.
Unter echten Windows wird sie schneller, anscheinend bremst die USB-Brücke von VB.
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Re: ADS1115 I2C Analog zu Digital Wandler (Bascom Auswertung)

Beitragvon alterhase » 27.07.2016, 19:52

Mit dem Innenleben von Betriebssystemen bin ich nicht so ganz firm.

Hab nur vor gefühlten 100 Jahren einen Mini DVE programmiert.
Das in VB3.0 und als BS Win NT 3.51 WS

Da konnte man bestimmten Anwendungen einen größeren Zeitslot zuordnen ...weiß nicht ob es das noch gibt. ...müsstest dich halt diesbezüglich schlau machen. :wink:

...vielleicht kommst noch auf deine gewünschten 500 S/s
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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Re: ADS1115 I2C Analog zu Digital Wandler (Bascom Auswertung)

Beitragvon Mathias » 27.07.2016, 20:59

Da konnte man bestimmten Anwendungen einen größeren Zeitslot zuordnen ...weiß nicht ob es das noch gibt. ...müsstest dich halt diesbezüglich schlau machen.

Die Prozess Priorität kann man einstellen, ob dies ein grosser Einfluss, kaum.

Bei einer 2-KanalMessung mit 400Messungen/Sek, wären es 1,6KB/Sek, welcher von der Karten in den PC transportiert werden.
Pro Messung sind es 2 Integer à 2 Bytes.

Damit sollte eigentlich jeder halbwegs moderner PC keine Probleme haben.

Ich denke eher, die Firmware in der Messkarte oder die Software-Schnittstelle ist nicht optimal.
Das habe ich gut gemerkt, wie viel man aus dem ADS1115 rausholen konnte.
Das Programm/Firmware im Mikro-Kontroller macht sehr viel aus.
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Re: ADS1115 I2C Analog zu Digital Wandler (Bascom Auswertung)

Beitragvon Mathias » 18.09.2016, 21:21

Man glaubt es fast nicht, aber ich betreibe momentan den ADS1115 an dem VGA-Stecker meiner Grafikkarte. :shock:
Jede Moderne Karte hat heutzutage I²C and den VGA/DVI und HDMI Steckern.
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Re: ADS1115 I2C Analog zu Digital Wandler (Bascom Auswertung)

Beitragvon Tim Sasdrich » 19.09.2016, 06:03

Mathias hat geschrieben:Man glaubt es fast nicht, aber ich betreibe momentan den ADS1115 an dem VGA-Stecker meiner Grafikkarte. :shock:
Geht das inzwischen mit Windows? Mit welcher Software? Ich könnte manchmal I2C am Notebook gebrauchen. Oder geht es weiterhin nur mit Linux?

Dass es vorhanden ist liegt daran, dass der Anwender einfach nur den Monitor anhängen möchte. In diesem sitzt einfach nur ein I2C-EEPROM (oder auch nur ROM), das Informationen über Auflösung, Hersteller usw. enthält. Bei VGA fing es meines Wissens an, für DVI-A und DVI-I gibt es passende Adapter, also wurde es dort weiter verwendet, und auch für DVI-D und HDMI übernommen. Funktioniert, war früher einfach umsetzbar und ist heute verbreitet. Aber wird wohl verschwinden, neue Monitore sollen ja irgendwann USB-C haben, da gibt es meines Wissens kein I2C drauf.
"Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser." - Sokrates (470 - 399 v. Chr.), griechischer Philosoph
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