Toggle-Schalter für Audioanwendung

Werden bestimmte Schaltungen gesucht?

Moderator: dussel07

Re: CD4027 und CD4066 kombinieren

Beitragvon chmil » 26.07.2017, 12:41

Hallo!
Besten Dank für die Vorlage! Ich habe es mal so aufgebaut! Irgendwie schein etwas beim CD4093 nicht zu stimmen. Die Entprellung des Tasters funktioniert nicht mehr.
Die Ansteuerung des ULN geht soweit mit LED, mit Relais muss ich erst noch testen. Irgendwelche Vorschläge?

Gruss Frank
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Re: CD4027 und CD4066 kombinieren

Beitragvon alterhase » 26.07.2017, 13:31

Sieh dir die Umgebung des Kondensators C1 genau an.
Vielleicht hat er keine Verbindung mit dem Widerstand der Taste oder dem GND.
Auch schlechte Kontakte können beim Steckbrett vorkommen.
...vielleicht hast du auch den 10k und den 100k Widerstand vertauscht.
Edit:
Dann wirkt die Schaltung wie ein Kopf oder Zahl Zufallsgenerator.
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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Re: CD4027 und CD4066 kombinieren

Beitragvon chmil » 26.07.2017, 16:56

Hallo!
OK, funktioniert nun, auch mit Relais. Du hattest im Schema keine 10k nur 100k, ausserdem hatte ich noch etwas falsch gesteckt :roll: .
Relais und LED habe ich mit versch. Widerständen angesteuert, schaut bis jetzt alles gut aus. Nochmals vielen Dank dafür !!!
Ich habe hier ein Reed-Relais 5V zum Testen verwendet, möchte aber wenn es dann ums eingemachte geht, ein spezielles Markenprodukt
verwenden. Grund dafür ist dass mein Gerät eine Erweiterung für einen bestehenden Vorverstärker sein wird. Darin wurden eben schon diese
Relais verwendet. Ich möchte also dieser Linie treu bleiben. Trotzdem hätte ich gerne eine Meinung von Euch, ob es damit evtl. noch
unvorhergesehene Probleme geben könnte. Ich hänge mal ein PDF an, Typ Nr. 107-1-A-5/1D.

Grüsse, Frank
Dateianhänge
107-mini-sil-reed-relays.pdf
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Re: CD4027 und CD4066 kombinieren

Beitragvon alterhase » 26.07.2017, 17:41

...Du hattest im Schema keine 10k nur 100k...
...stimmt! (in der Erstversion) ...dachte, es hätte keiner bemerkt und habs klammheimlich korrigiert. ...wurde erst 1mal betrachtet und ich nahm an: Ich wärs gewesen. ...meine Schuld :oops:

Tipp:
Ich korrigiere meine Beiträge, wenn mir noch etwas dazu einfällt mit blauer Schriftfarbe. Nochmal reinschaun kann also durchaus sinnvoll sein.

Pickering! :D ...alter Bekannter! ...kenn ich von Audioübertragern. ...haben in der Branche einen recht guten Ruf. 8) ...die Diode ist auch gleich mit drinnen. Je näher am Relais desto besser.
Wenn das so ist, lass den Plus Anschluss (Pin 10) am ULN 2803 weg. ...dann kann sich kein Gegeninduktionsstrom verschleppen und Stör-Spannungen induzieren.
Sonst: ...keine Eisberge in Sicht. :wink:

Äääh übrigens:
Freut mich zwar, wenns jetzt funzt :) aber hast du dir auch schon Gedanken gemacht, warum und wie es funzt? ...wäre mEn. wichtig!

Ich möchte nicht deine Entwicklungsarbeit machen, ich möchte nur deine Fähigkeiten unterstützen. ...quasi Hilfe zur Selbsthilfe. ... :wink: comprende? (überhaupt nicht bös gemeint. (...ich möcht halt lieber über Grundlagen klugscheissern.) ) :mrgreen:


@Mods:
Die Überschrift des Themas ist recht irreführend geworden. Vielleicht lässt sich ein passenderer Titel finden. ..."Toggle-Schalter für Audioanwendung" oder so?
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Re: CD4027 und CD4066 kombinieren

Beitragvon Tim Sasdrich » 26.07.2017, 22:53

alterhase hat geschrieben:@Mods:
Die Überschrift des Themas ist recht irreführend geworden. Vielleicht lässt sich ein passenderer Titel finden. ..."Toggle-Schalter für Audioanwendung" oder so?
Na gut, habe ich gemacht.
Nun will ich aber auch wissen, wofür der 100 kΩ Widerstand am Audio-Input ist. Output, klar, damit der Eingang der Endstufe nicht so empfindlich auf Rauschen reagiert. Aber Input? Der darf ja auch unbelastet verwendet werden...
Hat der Widerstand einen technischen Sinn oder ist er nur zum "Deppenschutz", sodass es egal ist, wenn jemand Ein- und Ausgang vertauscht?

Führt man z.B. jeweils Pin 1 (oder 2) und 8 (oder 9) der 4093er aus dem Schaltplan von alterhase auf eine gemeinsame Leitung mit Pullup und Taster gegen Masse, erhält man eine einfache Möglichkeit, alle Kanäle auf einmal auszuschalten. Stelle ich mir bei 24 Tasten als durchaus praktisch vor und kostet nicht viel extra. Man kann diese Reset-Leitung auch erstmal nur auf + verdrahten, sodass eine die Reset-Taste später recht leicht nachrüsten kann, wenn man sie doch irgendwann möchte.
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Re: Toggle-Schalter für Audioanwendung

Beitragvon alterhase » 27.07.2017, 09:21

Danke Tim!
...Nun will ich aber auch wissen, wofür der 100 kΩ Widerstand am Audio-Input ist...
...dann will ich mal nicht so sein.
Jedes Kabel hat eine Kapazität, die kann bei langen Leitungen beträchtlich sein. Kapazitäten können geladen sein und zwar unterschiedlich in Spannung und Polarität. Verbindet man nun diese beiden Kapazitäten so findet ein Ladungsausgleich statt, der sich in einer pötzlichen Spannungsänderung auf der "heissen" Leitung (die Schirme sind ja durchverbunden) zeigt.
Ein mehr oder minderlauter Schaltknax ist geboren. 8) Der Audioassistent der grad den Lautsprecher an den 2kW Verstärker gesteckt hat einen Gehörschaden und eine schöne schwarze Halskrause durch die herausgefetzte Lautsprecher-Membrane :mrgreen:
Die beiden 100k sorgen dafür, dass sich die Ladungen der Kabelkapazitäten langsam auf 0V abbauen, bevor durchgeschalten wird.

...damit der Eingang der Endstufe nicht so empfindlich auf Rauschen reagiert...
Danke für den Einwand.
Wenn der Eingang des nachfolgenden Geräts keine offene Leitung verträgt, so müsste man ein Relais mit Wechsler nehmen wobei die Wurzel zum Eingang des nachfolgenden Geräts zeigt, der öffner an GND liegt und der Schliesser den Ton durchschaltet.

@Chmil: Das musst du noch gründlich abchecken!
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Re: Toggle-Schalter für Audioanwendung

Beitragvon chmil » 27.07.2017, 15:11

Hallo!
Toggle-Schalter finde ich unpassend, da ich ja nicht toggle (umschalte), sondern ein und ausschalte, was etwas anderes ist. :wink:

@ alterhase: Ja soweit habe ich begriffen wie das funktioniert!
Das Gerät verträgt eine offene Leitung, kein Problem. Es unterbricht ja nicht den Signalfluss vom Vorverstärker zum Master, sondern
läuft nur parallel dazu, wobei sie erst am Master signalmässig wieder zusammengeführt werden.
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Re: Toggle-Schalter für Audioanwendung

Beitragvon Tim Sasdrich » 27.07.2017, 17:22

Der 4027 gilt in der von dir ursprünglich gewählten Schaltart als T-FlipFlop, der 4093 nun auch. Es wird mittels eines Tast-Signals zwischen An und Aus getoggelt, das passt so schon.

Ja, ok, Leitungskapazität und Schaltknax hatte ich nicht bedacht. Vielen Dank.
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Re: Toggle-Schalter für Audioanwendung

Beitragvon chmil » 12.08.2017, 09:34

Hallo Zusammen!
Ich habe noch eine Frage zu dem Ganzen.
Ich habe mal auf Breadboard die Schaltung mit 4 Tastschaltern aufgebaut welche so sauber läuft. Bei einem Teil meines Projektes habe ich nun eine Situation, bei der immer nur einer der 4 Schalter aktiv sein darf.
Das heisst, wenn ein Taster aktiv ist und ich nun einen anderen drücke, dieser aktiv wird und der andere inaktiv werden sollte. Ist das mit dieser Schaltung irgendwie noch umsetzbar?

Gruss Frank
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Re: Toggle-Schalter für Audioanwendung

Beitragvon Tim Sasdrich » 12.08.2017, 13:39

An sich lässt sich aus den NANDs (4096) alles bauen, ist aber evtl. etwas aufwändiger.

Aber Chef hat auch eine fertige Bastelei dafür: Erweiterbares Taster-Umschaltpult

Die Treiber werden auch hier wieder benötigt, um die Relais zu schalten.
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Re: Toggle-Schalter für Audioanwendung

Beitragvon alterhase » 12.08.2017, 21:03

Die Grundidee stammt von Tim 8) *Schulterklopf* :D
Verriegelung.PNG

Wenn du die Grundschaltung so veränderst dass du dem ersten Gatter Eingang 1 einen Pulupwiderstand verpasst und diese Leitung herausführst sowie auch den Ausgang dieses Gatters herausführst, so kannst du durch eine Diodenmatrix wie in der Schaltung gezeigt beliebige Pfade durch beliebige andere verriegeln. Sprich:
so wie zB. wenn A aktiv ist, sind B und C nicht aktivierbar. Erst wenn A deaktiviert wird kannst du B oder C aktivieren und die beiden anderen sind gesperrt.
Ich hab aus Bequemlichkeit nur eine 3er Gruppe gezeichnet. Bei der 4er Gruppe brauchst du jeweils 3 Dioden.
Widerstandsbedarf: n Diodenbedarf: n*(n-1)


Könntest du damit leben?
...hat den Vorteil, dass man (bei deiner 4er Gruppe) nicht unabsichtlich trennen kann. ...aber den Nachteil dass man erst den Verriegeler ausschalten muss.
Dafür lassen sich sehr komplexe Verriegelungen mit sehr geringem Aufwand herstellen.
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Re: Toggle-Schalter für Audioanwendung

Beitragvon chmil » 13.08.2017, 09:24

Hallo Zusammen!
Besten Dank für eure Anregungen!
Eigentlich möchte ich es so haben, dass ich umschalten kann, ohne zuerst den aktiven Kanal zu deaktivieren. :|

Grüsse, Frank
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Re: Toggle-Schalter für Audioanwendung

Beitragvon alterhase » 13.08.2017, 21:09

Dann ist Tims Vorschlag genau das Richtige für deine Anforderung. ...du siehst: hier wird dir geholfen 8)
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