Spannungs-Feineinstellung für Labornetzteil - aber wie?

Werden bestimmte Schaltungen gesucht?

Moderator: dussel07

Spannungs-Feineinstellung für Labornetzteil - aber wie?

Beitragvon dussel07 » 21.08.2009, 11:24

Moin,
bastele mir momentan ein Netzteil für das ich eine Spannungsfeineinstellung haben möchte.
So war das bei meinem altem Netzteil
Bild
Aber wie realisiere ich das bei diesem Netzteil?
http://www.electronics-lab.com/projects/power/001/index.html
Für die Spannungseinstellung ist P1 (10K) zuständig.
Kann ich einfach ein 1K Poti zwischen Pin 12 und Widerstand R8 verbauen?
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Re: Spannungs-Feineinstellung wie?

Beitragvon alterhase » 21.08.2009, 11:56

Nein das bringt nichts.
Mach R12 oder R11 leicht Variierbar durch Serienschaltung mit Regelwiderstand.
2. Möglichkeit: Poti - A an R12 E an R11 und Schleifer an pin 2 des OP die beiden Rs natürlich weg. :wink:
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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Re: Spannungs-Feineinstellung wie?

Beitragvon dussel07 » 27.08.2009, 17:35

Juhu,
meinst Du mit RS - R11 und R12?

Bin auch schon am überlegen ob ich einen Mehrgangpoti nehme - ist aber ein recht teueres Unterfangen, leider!

Und natürlich Danke!
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Re: Spannungs-Feineinstellung wie?

Beitragvon alterhase » 27.08.2009, 17:48

Ja - den R11 und den R12 vom Pin 2 weg. Den R11 an E vom Pot, den R12 an A vom Pot. und den Schleifer des Pot an Pin 2 vom OP
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Re: Spannungs-Feineinstellung wie?

Beitragvon dussel07 » 09.01.2011, 01:02

Und wieder eimal hat der Hase geholfen - Danke!
Meinem ersten Selbstbaunetzteil habe ich mangels Erfahrung dann doch mit einem Mehrgangpoti ausgestattet.
Da ich zufrieden mit dem Netzteil bin habe ich mir die Tage ein Zweites (die meisten Bauteile hatte ich noch von Bau des Ersten in Reserve) zusammen gelötet.
Bei Diesem bin ich nun gemäß des Vorschlages vom altenhasens vorgegangen und hatte Erfolg.
Langsam tastete ich mit einem 1k Ohm Poti vor um dann festzustellen das der Bereich der Feineinstellung bei ca 12Volt nur knapp 0,5Volt ausmachte.
Die Nummer Zwei ist jetzt ein 4,7kOhm Poti der bei 12V den Bereich auf 2,1V vergrößert.
Ich denke so werde ich es lassen.
Diesem Netzteil hab ich zwei Leistungstransitoren (mit je einem 0,22Ohm 5Watt Drahtwiderstand) und stärkere Dioden spendiert. Wenn alles so klappt wie ich möchte soll das Netzteil später 5A Dauerstrom abgeben können?
Den ersten Test mit 3A Belastung ohne Lüfter hat es gut weggesteckt - mehr wollte ich ihm aber ohne aktive Kühlung nicht zumuten.
Da Bilder das Leben bunter machen hier noch mal drei vom bisherigen Stand.
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Re: Spannungs-Feineinstellung wie?

Beitragvon dussel07 » 09.01.2011, 01:39

Diese blöde Zeitbegrenzung beim Ändern macht mich nervös(porös)!
Also noch mal neu:
Leistungstransitoren kühlkörper.jpg

umbau netzteil oben.jpg


umbau netzteil unten.jpg

Die roten Linien markieren die zu trennenden Stellen der Leiterbahnen im original Layout.
Die blauen Kreise zeigen die Kabeldurchführungen -
Die zartlilla Brücke spricht ja ohne Worte zu uns?

Man sieht auch noch das Verstärken der Leiterbahnen.
Was mir absolut nicht gefällt sind die Gleichrichterdioden direckt neben dem jetzt unterdimensioniertem Glätteelko.
Die Mistdinger geben doch ganz schön Wärme ab - sollte ihnen vieleicht kleine Kühlkörper spendieren? und den Elko auf eine seperate Platine packen??

Habe grad gesehen das der ursprüngliche Link zum Schaltplan des Netzteils nicht mehr funktioniert.
Hier ein Neuer zum schon mehrfach im Forum erwähnetem
Netzteil 0-30Volt 0-3A
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Re: Spannungs-Feineinstellung wie?

Beitragvon dussel07 » 19.12.2013, 00:04

Hier der überarbeitete Schaltplan -
schematic.jpg

Q5 = 2N3055
R23, R24 = 0,1Ohm 5W
P3 = 4,7k (Feineinstellung V)
Statt C1 = 3300 uF/50V besser 4700 oder 6800uF/63V

noch mal die komplette Auflistung -
Spoiler: show
R1 = 2,2 KOhm 1W
R2 = 82 Ohm 1/4W
R3 = 220 Ohm 1/4W
R4 = 4,7 KOhm 1/4W
R5, R6, R13, R20, R21 = 10 KOhm 1/4W
R7 = 0,47 Ohm 5W
R8, R11 = 27 KOhm 1/4W
R9, R19 = 2,2 KOhm 1/4W
R10 = 270 KOhm 1/4W
R12, R18 = 56KOhm 1/4W
R14 = 1,5 KOhm 1/4W
R15, R16 = 1 KOhm 1/4W
R17 = 33 Ohm 1/4W
R22 = 3,9 KOhm 1/4W
R23, R24 = 0,1 Ohm 5W
RV1 = 100K trimmer
P1, P2 = 10KOhm linear pontesiometer
P3 = 4,7KOhm linear
C1 = 3300 uF/50V electrolytic (besser 4700 oder 6800uF/63V)
C2, C3 = 47uF/50V electrolytic
C4 = 100nF polyester
C5 = 200nF polyester
C6 = 100pF ceramic
C7 = 10uF/50V electrolytic
C8 = 330pF ceramic
C9 = 100pF ceramic
D1, D2, D3, D4 = 1N5402,3,4 diode 2A - RAX GI837U
D5, D6 = 1N4148
D7, D8 = 5,6V Zener
D9, D10 = 1N4148
D11 = 1N4001 diode 1A
Q1 = BC548, NPN transistor or BC547
Q2 = 2N2219 NPN transistor
Q3 = BC557, PNP transistor or BC327
Q4, Q5 = 2N3055 NPN power transistor
U1, U2, U3 = TL081, operational amplifier
D12 = LED diode
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Re: Spannungs-Feineinstellung wie?

Beitragvon mobahner40 » 30.12.2013, 20:57

Hallo und guten Abend "dussel07",

von Dir hatte ich am 18.12.2013 den Hinweis zu dieser interessanten Schaltung erhalten.
Werde diese auch nachbauen und habe mir schon mit Eagle eine Zeichnung und auch ein
Layout erstellt. Im neuen Jahr soll dann die Platine geaetzt werden. Die Endstufe habe ich
ebenfalls mit 2 2N3055 bestueckt. Als Gleichrichter verwende ich nicht die 4 Dioden, sondern
einen 10A Gleichrichter (Reichelt B125C10A) den ich auf das Bodenblech (aus Metall)
Schraube und somit auch eine zusaetzliche Kuehlflaeche erhalt.
Den Elko C1 habe ich ebenfalls auf 4700µF erhoeht, um eine bessere Glaettung zu erhalten.

Und lese ich von Deinem Versuch fuer die Spannung eine Feinregelung mit einzusetzen. Das
moechte ich wohl gerne noch mit einplanen. Noch ist die Platine nicht gefertigt.

Meine Bitte, kannst Du mir den Schaltplan mit Bauteilliste gesondert zusenden? Denn hier im
Forum ist er doch recht undeutlich und einen Lesefehler kann ich nicht ausschliessen.
--

Gruss Heinz
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Re: Spannungs-Feineinstellung für Labornetzteil - aber wie?

Beitragvon alterhase » 31.12.2013, 07:09

...Statt C1 = 3300 uF/50V besser 4700 oder 6800uF/63V...
Es ist ein Irrtum anzunehmen, dass mehr Kapazität besser ist.

Faustformel ist ca. 1000µF pro Ampere. Am Ladeelko muss sogar ein deutlicher Ripple auftreten!
Denn wenn sich die Entladung spannungsmäßig nicht deutlich bemerkbar macht, verkürzt sich die Zeit in der er wiederum nachgeladen werden muss. (Stromflusswinkel)
Die Dioden sind ja nur in der kurzen Zeit leitend, in der vom Trafo mehr Spannung angeboten wird als der Elko Ladung hat. Also immer nur kurz vor dem Scheitelpunkt der Halbwelle. Je größer nun der Elko ist, umso kürzer ist dieser Zeitraum und umso höher muss die Ladestromspitze sein um einen konstanten Entladestrom zu erhalten. Die gesammte Leistung des Netzteils wird in dieser kurzen Zeit dem Netz entnommen.
Das schlaucht natürlich einen Gleichrichter und den Trafo ebenfalls. Natürlich auch die EVU´s. ... aber da hält sich mein Mitleid in Grenzen. :mrgreen:
Löten verbindet ...manchmals. :mrgreen:
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Re: Spannungs-Feineinstellung wie?

Beitragvon mobahner40 » 31.12.2013, 09:05

mobahner40 hat geschrieben:Hallo und guten Abend "dussel07",
Meine Bitte, kannst Du mir den Schaltplan mit Bauteilliste gesondert zusenden? Denn hier im
Forum ist er doch recht undeutlich und einen Lesefehler kann ich nicht ausschliessen.

Hat sich erledigt. Hatte einen Fehler beim laden von der Website gemacht.
--

Gruss Heinz
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